von BETTINA WURCHE
Unzählige Schädel, Skelette und Gewebeproben werden in Museen verwahrt – getrocknet, versteinert oder in Alkohol konserviert –, systematisch sortiert und mit Informationen zu ihrer Herkunft und den Fundumständen versehen. Einige wissenschaftliche Sammlungen füllen meterweise Holzregale und Schubladen in staubigen Sälen, andere wirken mit ihren modernen Archivschränken aus Metall und Kunststoff fast steril. Sie alle aber liefern nicht nur Basisdaten für das Vorkommen von Tieren in verschiedenen Lebensräumen und Zeiten, sondern dokumentieren evolutive und ökologische Veränderungen über Jahrzehnte oder Jahrmillionen hinweg. Diese Archive des Lebens sind das wissenschaftliche Fundament für die Beschreibung und Klassifikation von Arten und anderer biologischer Kategorien – der Taxonomie. Da nur Spezialisten Knochen und andere Objekte „lesen“ und taxonomisch zuordnen können, kommt es in solchen Sammlungen immer wieder zu Neuentdeckungen selbst großer Tiere.





