von KLAUS JACOB
Wo es Reste großer Dinosaurier zu bestaunen gibt, bilden sich lange Besucherschlangen. Eine Fossilienlagerstätte in Chemnitz kann da nicht mithalten, obwohl auch sie einige imposante Funde zu bieten hat. Aus ihr kann man aber wesentlich mehr über die Entwicklung des Lebens lernen als aus einem versteinerten Tyrannosaurus. Es handelt sich um den Versteinerten Wald, auch „Pompeji des Perm“ genannt. Ein Vulkanausbruch hat dort einen tropischen Wald unter Asche begraben und konserviert, ähnlich wie der Vesuv die römische Stadt Pompeji. Allerdings liegt der Ausbruch schon Hunderte Millionen Jahre zurück. Von den Alpen oder dem Himalaja gab es damals noch keine Spur, die Evolution hatte weder Tyrannosaurus noch Brachiosaurus hervorgebracht, und das Gebiet vom heutigen Chemnitz lag nicht weit vom Äquator entfernt, etwa auf der Höhe des heutigen Honduras.





