Ein Patient, der von einem Medikament oder einer Heilmethode überzeugt ist, gesundet schneller als einer, der der Therapie skeptisch gegenübersteht. Und das sogar dann, wenn die Maßnahme auf die Krankheit aus medizinischer Sicht gar keinen positiven Effekt haben kann.
So schwören viele Menschen auf die Erfolge homöopathischer Medikamente, obwohl diese aufgrund der extremen Verdünnung so gut wie keinen Wirkstoff enthalten. Man spricht in so einem Fall vom Placebo-Effekt (von lateinisch „placebo“, „ich werde heilen“). Dabei handelt es sich – das erkennt mittlerweile auch die Schulmedizin an – keinesfalls um bloße Einbildung, sondern vielmehr um ein hochkomplexes Zusammenspiel von Körper und Psyche, das noch nicht abschließend erforscht ist.





