Nase und Gehirn direkt miteinander verknüpft
Die Nase und das Gedächtnis sind miteinander verknüpft, werden über das limbische System getriggert. Es spielt eine essenzielle Rolle, wenn es um die Emotionsverarbeitung geht. Deshalb assoziieren wir mit bestimmten Düften (eine große Auswahl beispielsweise erhältlich auf parfumdreams) bestimmte Emotionen und Erlebnisse.
Erinnerungen durch Düfte
Düfte prägen unser ganzes Leben, in der Küche, bei der Partnerwahl oder in anderen Situationen. Häufig wird der Duft eines frischen Apfelkuchens beispielsweise mit wohlig-warmen Emotionen aus Kindheitstagen in Zusammenhang gebracht, denn nicht selten hat die Großmutter die Lieblingsspeise der Kinder gebacken. Ähnlich sieht es auch bei den Parfümgerüchen in Zusammenhang mit bestimmten Menschen aus. Wer mit dem Ex-Partner schlechte Erfahrungen verknüpft und dieser immer ein bestimmtes Parfüm nutzte, wird häufig beim Wahrnehmen dieses Duftes urplötzlich mit schlechten Erinnerungen konfrontiert.
Gleiches gilt, wenn ein bestimmter Duft mit positiven Erlebnissen assoziiert wird. Wer einen bevorzugten Duft wahrnimmt, aktiviert damit seinen Hippocampus sowie die Amygdala. Forscher haben dies sogar durch Wiedergabe per Magnetresonanztomografie nachweisen können.
Riechen als Überlebensstrategie
Der Geruchssinn wurde noch vor dem Höheren und Sehen in der Evolutionsgeschichte ausgeprägt. Er diente und dient nach wie vor als echter Überlebenskompass, u. a. bei der Partnerwahl oder bei der Auswahl von Nahrungsmitteln. Nehmen wir beispielsweise den Geruch von verdorbenem Essen wahr, würden wir uns dies nie freiwillig in den Mund stecken, denn unser Körper hat eine eingebaute Warnfunktion.
Jeder kennt diesen typischen Geruch von faulen Eiern oder der leicht säuerlichen Note, wenn es um verdorbene Salate geht. Diese Wahrnehmung löst in uns ein Gefühl Unbehagens und der Abneigung aus. Wir wissen instinktiv, dass diese Speisen womöglich nicht mehr zum Verzehr geeignet sind und unserem Körper schaden würden.
Deshalb müssen wir unseren Partner riechen können
Der Duft spielt auch bei der Partnerwahl eine wesentliche Rolle. Die Geruchsattraktivität entscheidet darüber, wer zu uns passt: wo die Chemie sprichwörtlich stimmt. Im Tierreich ist die Partnerwahl über den Geruch längst wissenschaftlich nachgewiesen – das konnte auch Claire Dandine-Roulland (Université Paris Diderot) mit ihren Kollegen bestätigen.





