Bizarre Kreaturen, die Beutetiere mit leuchtenden Ködern in ihre riesigen Mäuler locken: Die Tiefsee-Anglerfische (Ceratioidea) haben sich durch raffinierte Anpassungen die tiefen Freiwasserzonen der Weltmeere als Lebensraum erobert. Die rund 160 verschiedenen Arten dieser Fischgruppe kommen in allen Weltmeeren in Tiefen von 300 bis 4000 Metern vor und spielen in diesem größten Lebensraum der Erde eine wichtige ökologische Rolle. Neben ihrem Angelkonzept und dem bizarren Aussehen sind die Tiefsee-Anglerfische noch für eine weitere Skurrilität bekannt: Sie haben eine erstaunliche Fortpflanzungsstrategie hervorgebracht, die als sexueller Parasitismus bezeichnet wird.





