Zu den großen Fragen an die Wissenschaft gehört die nach der Entstehung des Lebens. Doch bis heute gibt es darauf keine richtige Antwort – wiewohl schon Forschergenerationen danach gesucht haben. Mehr noch: Wer den Koryphäen zuhört – wie dem deutschen Nobelpreisträger Manfred Eigen -, stößt rasch an die Grenzen der geistigen Aufnahmefähigkeit und ist geneigt, sich von der Frage nach den Ursprüngen des Lebens ab- und Handfesterem zuzuwenden. Um so eindrucksvoller ist für mich, welches journalistische Kunststück dem bild der wissenschaft-Team um den Redakteur Jürgen Nakott gelungen ist. Das schwierige Thema ist so gekonnt strukturiert und aufbereitet, daß ich die 13 Seiten umfassende Titelgeschichte – sie beginnt auf Seite 67 – mit großem Erkenntnisgewinn und begeistert gelesen habe. Ich bin sicher, daß viele von Ihnen ein ähnliches Aha-Erlebnis haben werden.
Ein intimes Erlebnis verbindet unsere Bildredakteurin Irene Kern-Krüger mit der Bildgeschichte dieses Heftes. Als sie den Baseler Verhaltensforscher Jürgen Gebhard besuchte, um mit ihm die Fotos auszusuchen für den Beitrag “Wenn Fledermäuse Hochzeit machen” (ab Seite 84), drückte ihr der Schweizer eine kalte Fledermaus in die Hand. Obwohl sie zuerst erschrak, schlug ihr Herz doch bald für das mausgroße Tierchen, das “wie eine kleine Nähmaschine” zu surren begann, um seine Körpertemperatur zu erhöhen. Schließlich hielt sie den kleinen Säuger auf Geheiß von Gebhard sogar ans Ohr. Angebissen hat dabei aber nicht die Fledermaus, sondern die Bildredakteurin – denn noch immer schwärmt sie von ihrer Begegnung. Klar, daß sie sich auch besonders intensiv um die fotografische Ausstattung des Fledermaus-Artikels kümmerte.
Mit Elektrosmog – der Einwirkung elektromagnetischer Felder auf die Umwelt – beschäftigte sich Bernd Müller (im Bild) erstmals 1992: als Autor des bdw-Beitrags “Knisternde Spannung – machen elektromagnetische Felder krank?” Weitere Beiträge folgten, und so wurde der gelernte Physik-Ingenieur zum journalistischen Experten auf diesem Gebiet. Müllers persönliche Feldstärke erreichte auch den Verlag Gräfe und Unzer. Dort schaltete man schnell und verpflichtete den bdw-Redakteur zu dem Buch “Wirksamer Schutz vor Elektrosmog”, das soeben erschienen ist. In ihm beschreibt Müller – prägnant und unterhaltsam zugleich -, wie man potentielle Gesundheitsrisiken durch elektro-magnetische Strahlung ausschaltet.
Freunde und Verwandte nutzen das Wissen des Redakteurs inzwischen intensiv – und haben ihm längst die Freiexemplare, die er vom Verlag erhielt, aus den Händen gerissen. Jetzt hofft Bernd Müller, daß die Nachfrage auch dann nicht abbricht, wenn man beim Buchhändler zur Kasse gebeten wird und knapp zwanzig Mark bezahlen soll.
Nikolaus Gmeinwieser aus Ascha in Bayern heißt der 10000ste Abonnent unseres elektronischen Wissenschaftsagenten. Als Geschenk erhielt er sämtliche Jahrgangs-CD-ROM von bild der wissenschaft. Unser Online-Angebot ist inzwischen so gefragt, wie wir es beim Start im Oktober 1996 nicht zu träumen gewagt hätten: Fast 20000 mal werden unsere Programmseiten tagtäglich über das Internet angeschaut. bild der wissenschaft ist damit das beliebteste deutschsprachige Internet-Medium, das unterhaltsam über Forschung informiert.
Wolfgang Hess





