„Habe ich euch eigentlich schon mal erzählt, wie die Molluske versucht hat, mich im Lehrerzimmer vor allen Kollegen bloßzustellen?” Ich schüttelte den Kopf. Mein Bruder ist Physiklehrer am Gymnasium und war übers Wochenende zu Besuch gekommen. „Frau Gerber unterrichtet Biologie. Aber da ihre Leidenschaft die Weichtiere sind, also die Mollusken, hat sie von den Schülern den Spitznamen ,Molluske‘ bekommen. Eines Tages sagte sie ganz aufgebracht zu mir: ,Herr Kollege! Seit Jahren erkläre ich den Schülern die sieben Klassen des Stammes der Weichtiere und immer noch so miserable Klassenarbeiten!‘ Sie schob mir ein Blatt Papier hin, auf dem fünf Bilder von irgendwelchen Würmern oder Schnecken zu sehen waren. ,Die Aufgabe war, diese fünf Mollusken zu klassifizieren. Sechs Schüler haben je zwei Tiere richtig eingeordnet, alle anderen 20 Schüler haben keine einzige korrekte Antwort gegeben.‘ Die Molluske gab mir einige Blätter Papier. ,Dies sind die sechs besten Arbeiten. Jeder halbwegs intelligente Mensch weiß doch, aus welchen Klassen diese Tiere stammen. Sie doch auch, Herr Kollege, nicht wahr?’ Ich hatte keine Ahnung. Unter die Bilder hatten die Schüler geschrieben:
W. Kramer: Wurmschnecke – Bauchhaarling – Wurmschnecke – Kopffüßer – Saitenwurm M. Tschech: Wurmschnecke – Fadenwurm – Bauchhaarling – Wurmschn. – Käferschnecke D. Fritsch: Kratzer – Muschel – Fadenwurm – Amöbe – Grabfüßer G. Hacke: Rädertier – Muschel – Wurmschnecke – Muschel – Monoplacophorum J. Feldt: Schnecke – Muschel – Amöbe – Insekt – Grabfüßer K. Oskamp: Wurmschnecke – Saitenwurm – Amöbe – Amöbe – Grabfüßer Glücklicherweise konnte ich aus den Antworten der sechs Schüler alle Tiere klassifizieren, ohne auch nur ein einziges zu kennen. ,Sie haben recht, liebe Kollegin, das weiß wirklich fast jedes Kind‘, sagte ich und nannte ihr die richtigen Klassen.” Gelingt es Ihnen auch?
Die Lösung des November-Cogitos:
Wir bezeichnen die Abmessungen der Räume in der einen Richtung mit a, b, c und d und die in der anderen mit w, x, y und z. Angenommen, die Seite a des 20-Quadratmeter-Raumes wäre bekannt, dann könnte man seine zweite Seite zu w = 20/a berechnen. Nun lassen sich nacheinander durch Einsetzen einer jeweils gerade zuvor berechneten Raumseite von allen anderen Räumen, deren Grundflächen in der Skizze eingetragen sind, die genauen Abmessungen bestimmen:
w = 20/a b = 6/w = 6a/20 x = 4,5/b = 4,5·20/6a c = 6/x = 6·6a/(4,5·20) y = 3/c = 3·4,5·20/(6·6a) d = 5,25/y = 5,25·6·6a/(3·4,5·20) z = 17,5/d = 17,5·3·4,5·20/(5,25·6·6a) Das große Eckzimmer ist folglich F = 17,5·3·4,5·20/(5,25·6·6) = 25 (Quadratmeter) groß.
Heinrich Hemme





