GEHT’S IHNEN GUT! schallt es mir oft entgegen. Wie Sie bemerkt haben, schließt die Frage mit einem Ausrufezeichen. Denn meist interessiert sich das Gegenüber gar nicht für meine Verfassung, sondern intoniert seinen Satz so, dass selbst der Schwabe nur mit „prächtig” antworten kann – was den Gesprächspartner aber nicht weiter interessiert. Man begrüßt sich eben in Floskeln. Dabei würde es sich lohnen, häufiger darüber miteinander ins Gespräch zu kommen, wie zufrieden, ja glücklich, wir mit dem Leben in Mitteleuropa sind. Wir leben in einem privilegierten Landstrich – was bei weltweiten Befragungen bereits mehrfach zum Ausdruck gekommen ist: Dänen, Schweizer und Österreicher gehören zu den zufriedensten und glücklichsten Menschen der Welt. Selbst wir kritischen, scheinbar oft freudlosen Deutschen rangieren mit unserer Lebenszufriedenheit im weltweiten Vergleich auf einem guten Platz im Mittelfeld.
Warum schneiden die Deutschen entgegen allen No-Future- und Null-Bock-Debatten so gut ab? Weil die wirtschaftliche und persönliche Freiheit sowie ein funktionsfähiges Staatswesen dauerhafte Glücksbringer sind, so Ruut Veenhoven von der Universität Rotterdam. Nach den Untersuchungen der Glücksforscher sind diese Voraussetzungen sogar eher Garanten für längerfristiges Lebensglück als Ehe oder Kinder. Lesen Sie ab Seite 18, wie Glück entsteht – im Leben und im Kopf.
Wenn Sie darüber hinaus wissen wollen, was Sie selbst tun können, um im Alltag glücklicher zu werden, empfehle ich Ihnen, an der Tagebuchstudie „Wie ticke ich?” teilzunehmen. Das kostet Sie keinen Cent, bloß etwas Zeit. Jeder Studienteilnehmer erhält eine individuelle Rückmeldung über Zusammenhänge zwischen seinen täglichen Aktivitäten und Erlebnissen sowie der dadurch bedingten Stimmung. „Diese Information könnte Ihnen bei der Optimierung Ihres Alltags helfen und Ihr Glücksgefühl steigern”, sagt Jaap Denissen (im Bild), 29- jähriger Psychologieprofessor an der Humboldt Universität Berlin. Alles Weitere erfahren Sie unter dem Button „Was macht Sie glücklich?” auf unserer Homepage www.wissenschaft.de.
Das Internet kommt Ihnen auch zu Hilfe, wenn Sie sich dafür interessieren, was 2007 wann und wo in bild der wissenschaft stand. Ende Januar steht das bdw-Jahresinhaltsverzeichnis 2007 für Sie zum Download bereit – ebenfalls unter www.wissenschaft.de. Übrigens: Kollege Rüdiger Vaas hat es in diesem Jahr auf 28 Einträge gebracht, ich – ganz stolz – auf 31. Wenn man die produzierte Seitenzahl anschaut, hat Rüdiger Vaas indes die Nase vorn. Darüber an anderer Stelle einmal mehr!





