Lange Zeit war die Zukunftsvision einer automatisierten Produktion der Alptraum von Arbeitnehmern und Gewerkschaften. In den vergangenen Jahren wurde viel Geld in solche vollautomatischen Produktionsprozesse investiert. Jetzt liegen ausreichend praktische Erfahrungen für eine Zwischenbilanz vor. Und die fällt laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung in Karlsruhe eher ernüchternd aus: Mehr als 1000 Betriebe mit hoch automatisierten Anlagen wurden untersucht. Über ein Drittel davon haben den Automatisierungsgrad bereits gesenkt oder beabsichtigen dies zu tun. Der größte Nachteil dieser Produktionsweise ist ihre geringe Flexibilität. Und es kommt oft zu Stillständen wegen Umbau- oder Wartungsarbeiten. Wirtschaftlich haben sich die hohen Investitionen in vielen Fällen nicht ausgezahlt. Deshalb gibt es mittlerweile einen Trend zu Systemen mit weniger Automatisierung – vor allem in kleineren Unternehmen, die geringere Stückzahlen produzieren.





