Die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung, Ulrike Flach (FDP), sprach sich unterdessen erneut dafür aus, Genforschung unter strengen Auflagen zu erlauben. Zugleich begrüßte sie allerdings die jüngste Meinungsänderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Stammzellenforschung an Embryonen. Bundesforschungsministerin Bulmahn will über die Stammzellforschung im von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in der vergangenen Woche etablierten Nationalen Ethik- Rat sprechen.
Die Debatte über das Thema war neu in Gang gekommen, nachdem die DFG überraschend eine Lockerung der Bestimmungen zur Embryonenforschung gefordert hatte. Die DFG hatte sich am vergangenen Donnerstag für den Import von menschlichen embryonalen Stammzellen für die Forschung ausgesprochen.
Nach einem Bericht des Bundesforschungsministeriums hat Deutschland im vergangenen Jahr bei der Biotechnologie deutlich aufgeholt, liegt aber immer noch weit hinter Ländern wie Großbritannien und den USA. Der Umsatz aller 332 deutschen Biotechnik-Firmen stieg innerhalb eines Jahres um über 50 Prozent auf 786 Millionen Euro (1,5 Milliarden Mark).




