Die meisten so genannten Kampfhunde sind vom Wesen her nicht aggressiv. Das hat eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover ergeben. Die Forscher um Hansjoachim Hackbarth hatten über 1000 Bullterrier, Pitbullterrier, American Staffordshires, Dobermänner und Rottweiler einer Wesensprüfung unterzogen. Dabei wurde untersucht, wie die Hunde in bestimmten Situationen – etwa unter Stress – auf Menschen und Artgenossen reagieren. Nur rund drei Prozent der Tiere verhielten sich während der Tests angriffslustig. „Aggressives Verhalten bei Hunden kann man nicht an der Rasse festmachen”, meint Hackbarth. „Der Bullterrier ist sogar einer der freundlichsten Hunde und genauso ausgeglichen wie ein Golden Retriever.” Die Tiere, die die Prüfung nicht bestanden hätten, hätten auffällig oft als Schutzhunde gearbeitet und seien entsprechend abgerichtet worden. Da man jeden Hund zum Beißen bringen könne, liege es daher vor allem in der Verantwortung der Halter, Verhaltensproblemen bei Hunden vorzubeugen.





