Die BSE-Forschung muss nach Ansicht von Wissenschaftlern europaweit koordiniert werden. Nur mit gemeinsamen europäischen Regelungen lasse sich verhindern, dass Doppelforschung betrieben werde und damit Zeitverzug entstehe, sagte der kommissarische Leiter des Instituts für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Martin Groschup, am Donnerstag auf der Ostsee- Insel Riems.
Auf Riems im Greifswalder Bodden könne auf Grund der abgeriegelten Lage verstärkt an Nachweismethoden für den BSE-Erreger geforscht werden. Nach Schaffung der gesetzlichen Voraussetzungen könne auch eine Herde mit 30 bis 50 infizierten Rindern aufgebaut werden, sagte der Präsident der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere, Thomas Mettenleiter. An den Tieren könnten Übertragungs- und Diagnosemöglichkeiten geprüft werden. Das Institut war Anfang Januar gegründet worden und widmet sich der intensiven BSE- und Scrapie-Forschung an Rind und Schaf.
dpa





