Frauen in Führungspositionen in der Verwaltung haben sehr viel häufiger Alkoholprobleme als ihre Kolleginnen in niedrigeren Positionen. Das geht aus einer Studie britischer Wissenschaftler an insgesamt 8.000 Angestellten hervor. Die Mediziner vom University College in London veröffentlichen ihre Ergebnisse im Fachmagazin Occupational and Environmental Medicine (Nr. 61, S. 219).
Für ihre Auswertung hatten die Forscher um Jenny Head die Daten einer Befragung von Mitarbeitern aus zwanzig Verwaltungsbereichen ausgewertet. Die Angestellten waren gefragt worden, welche Belastungen und Anforderungen der Job an sie stelle, welche Entscheidungsspielräume er ihnen biete und wie groß die aus ihrer Arbeit gezogene Anerkennung sei. Auch wurden die Mitarbeiter nach ihren Trinkgewohnheiten befragt.
Rund 14 Prozent der Frauen in gehobenen Positionen hatten Alkoholprobleme, während die Quote der Frauen mit Suchtverhalten in den niedrigsten Laufbahnen nur bei rund 4 Prozent lag. Bei den Männern verzeichneten die Wissenschaftler hingegen eine Gleichverteilung: Zwischen 10 und 12 Prozent von ihnen hatten mit Alkoholproblemen zu kämpfen ? unabhängig von ihrer Position.
ddp/bdw ? Ulrich Dewald





