Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Shop
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen

Kontakt zur Redaktion

BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Tel: +49 (0)711 7594-392
E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Erde & Umwelt/Artikel
Blütenpflanzen erfanden Früchte schon vor Ende der Dinosaurier
Erde & Umwelt

Blütenpflanzen erfanden Früchte schon vor Ende der Dinosaurier

Bereits in der Kreidezeit setzten einige Blütenpflanzen wahrscheinlich darauf, ihre Samen von kleinen Säugetieren verbreiten zu lassen. · Foto: © Brian Engh

Blütenpflanzen entwickelten früher als gedacht erste Früchte zur Samenverbreitung. Das zeigen Fossilien aus einem „botanischen Pompeji“ in New Mexico. Dort hat ein kreidezeitlicher Vulkanausbruch vor 74,6 Millionen Jahren die damalige Flora konserviert. Diese Funde widerlegen die Annahme, dass Blütenpflanzen erst mit dem Aufstieg der Säugetiere Früchte zur Tierverbreitung ihrer Samen entwickelten.
Autor
Elena Bernard
29. Juni 2026
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt

Vom Weizen bis zum Apfelbaum, vom Safran bis zur Kokospalme: Blütenpflanzen (Angiospermen) dominieren heute die Flora der Erde und bilden die Grundlage unserer gesamten Ernährung. Ihre Samen und die damit verbundenen Strukturen – seien es Früchte, Körner oder Nüsse – werden als Diasporen bezeichnet. Je nach ökologischer Strategie gestalten und verpacken Pflanzen ihre Samen ganz unterschiedlich: Früchte dienen vor allem dazu, von Tieren gefressen zu werden, die die unverdauten Samen anschließend ausscheiden und dadurch verbreiten. Winzige Samenkörner dagegen werden üblicherweise ohne Hilfe oder durch den Wind verbreitet.

Die ersten Blütenpflanzen entstanden bereits vor etwa 135 Millionen Jahren. Doch zunächst blieben sie klein und unauffällig und verbreiteten ihre Samen ohne tierische Hilfe. Bislang ging die Forschung davon aus, dass sich das erst änderte, nachdem die Dinosaurier vor rund 66 Millionen Jahren ausgestorben waren und der Aufstieg der Säugetiere begann. Erst ab da hätte sich für die Pflanzen die Investition in großen Wuchs und für Tiere schmackhafte Früchte gelohnt, so die Annahme.

Erhalten in Vulkanasche

Doch nun zeigen Fossilfunde, dass Blütenpflanzen bereits vor 74,6 Millionen Jahren einen wichtigen Bestandteil eines tropischen Waldes ausmachten und bereits zu dieser Zeit ihre Samen reich mit Fruchtfleisch umgaben. Die Funde stammen aus der Jose-Creek-Formation in New Mexico. Dort hat ein kreidezeitlicher Vulkanausbruch innerhalb weniger Tage den Wald mit all seinen Pflanzen unter Asche begraben und so über Jahrmillionen konserviert.

„Man kann sich das wie ein botanisches Pompeji vorstellen“, sagt Jaemin Lee von der University of California in Berkeley, der gemeinsam mit seinem Team die Waldstruktur anhand der Fossilien rekonstruiert hat. „Diese Diasporen sind zusammen mit verschiedenen Blättern und Blüten erhalten geblieben, die durch den Ascheregen vom Baumkronendach bis auf den Waldboden getragen wurden.“

Blütenpflanzen-Fossilien

In der Vulkanasche wurden Blätter, Samen und Früchte der frühen Angiospermen über Millionen von Jahren konserviert. — © Jaemin Lee

Große Früchte und gewaltige Bäume

Die Analysen zeigten, dass einige Blütenpflanzen entgegen bisheriger Annahme bereits damals zu mächtigen Bäumen heranwuchsen, darunter urzeitliche Verwandte der Lorbeerbäume und Palmen. Und nicht nur das: Lee und sein Team fanden fossile Früchte, die die Ausmaße einer großen Heidelbeere erreichen konnten – mehr als das Hundertfache bisher bekannter Diasporen aus dieser Zeit. Insgesamt identifizierten die Forschenden fast 80 verschiedene Angiospermen-Arten. Die Blütenpflanzen hatten sich demnach bereits damals weit diversifiziert.

„Dies ist der erste Nachweis von recht großen Früchten und Samen auf Fundort-Ebene in der Kreidezeit“ sagt Lee. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Blütenpflanzen bereits zu dieser Zeit mehr Ressourcen in einzelne Diasporen investierten und dichte Wälder bildeten“, sagt Lee. Das gilt zumindest für das tropische Klima, das damals in der Region herrschte.

Was diesen Entwicklungsschritt der Blütenpflanzen bereits zur Zeit der Dinosaurier auslöste, ist noch unklar. „Zumindest wissen wir nun, dass es nicht das Massensterben am Ende der Kreidezeit und der darauf folgende Aufstieg modernerer Gruppen von Fruchtfressern waren, die zur Diversifizierung der Fortpflanzungsstrategien der Angiospermen führten“, so Lee. „Wahrscheinlich waren es vielfältige ökologische Faktoren, und verschiedene Gruppen von Blütenpflanzen haben möglicherweise aus unterschiedlichen Gründen größere Diasporen entwickelt.“

Quelle: Jaemin Lee (University of California, Berkeley, USA) et al., Science, doi: 10.1126/science.adw9457

AngiospermenBlütenpflanzenFrüchteKreidezeitSamen
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie Bild der Wissenschaft in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Erde & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Erde & Umwelt.

Alle Erde & Umwelt-Artikel
Vielseitiges Supermaterial: Wie Schnecken ihren Schleim gestalten
Erde & Umwelt

Vielseitiges Supermaterial: Wie Schnecken ihren Schleim gestalten

7. August 2026

Glitschig, klebrig oder fest: Schnecken können ihrem Schleim ganz unterschiedliche Eigenschaften verleihen. Eine Studie deckt nun molekulare Grundlagen auf.

Hiroshima-Atomexplosion schuf einzigartige Metalllegierung
Erde & Umwelt

Hiroshima-Atomexplosion schuf einzigartige Metalllegierung

6. August 2026

Als am 6. August 1945 eine Atombombe über Hiroshima explodierte, verursachte sie enorme Zerstörungen – und schuf ein nie zuvor auf der Erde gefundenes Material.

Klimaschutz: Neue Methode „versteinert“ CO2 aus dem Meerwasser
Erde & Umwelt

Klimaschutz: Neue Methode „versteinert“ CO2 aus dem Meerwasser

5. August 2026

Ein neu entwickeltes Elektrodensystem wandelt in Meerwasser gelöstes CO2 schnell und effizient in Kalkstein um. Diese CO2-Mineralisierung könnte beim…

Einwanderung ins Mittelmeer: Diese Fischarten sind die nächsten
Erde & Umwelt

Einwanderung ins Mittelmeer: Diese Fischarten sind die nächsten

5. August 2026

Bioinvasoren: Ein neues Prognosemodell verrät, welche Fische als nächstes aus dem Roten Meer ins Mittelmeer einwandern könnten – und warum.

← Zurück zu Erde & UmweltZur Startseite