Ein weltweit einmaliges Verfahren, den berauschenden Wirkstoff der Cannabis-Pflanze, Tetrahydrocannabinol (THC), synthetisch herzustellen, haben Forscher der Technischen Universität Dortmund entwickelt. Das Team um den Biochemiker Oliver Kayser identifizierte zunächst die Gene der Pflanze, die für die Produktion von THC zuständig sind, und isolierte sie. Die Gene wurden dann in Escherichia-coli-Bakterien eingesetzt. Nachdem sich die Bakterien vermehrt hatten, produzierten sie im Bioreaktor reines THC. Für die Pharmaindustrie ist die Methode von großer Bedeutung. Die Bundesregierung will nämlich das Betäubungsmittelgesetz dahingehend ändern, dass Medikamente, die THC enthalten, zugelassen werden. Sie sollen bei der Krebstherapie, der Behandlung von Multipler Sklerose und von chronischen Schmerzen helfen.





