Im Herbst 2007 meldeten die Forscher Vollzug: Ein weltumspannendes neues wissenschaftliches Messnetz ist seither komplett. 3000 selbstständig arbeitende Roboter schwimmen gleichmäßig verteilt in den Ozeanen und übermitteln aktuelle Messdaten. An dem Beobachtungssystem „Argo” beteiligen sich fast 30 Länder, darunter auch Deutschland. Die rund 1,50 Meter großen Roboter, die aussehen wie kleine Torpedos, sind bepackt mit hochempfindlicher Messtechnik. Alle zehn Tage absolvieren sie einen Messzyklus, bei dem sie zunächst auf 2000 Meter Tiefe sinken, um danach kurz zur Oberfläche aufzutauchen. Während des Aufstiegs ermitteln Sensoren Temperatur, Druck sowie Salz- und Sauerstoffgehalt des Wassers. Die Daten senden die Roboter über ein Netz von Satelliten zu einer Zentrale. Aus der Variation der Auftauchposition der antriebslos driftenden Roboter lassen sich Richtung und Geschwindigkeit von Meeresströmungen bestimmen. Nach etwa vier Jahren ist die Batterie erschöpft und das Gerät muss ersetzt werden. Die Forscher erhoffen sich von Argo einen enormen Zuwachs an Wissen über die Weltmeere und deren Veränderung – etwa als Folge des Klimawandels.





