Der amerikanische Getränkehersteller Coca-Cola wird sein großes Netz von Vertriebswegen in Afrika für Kampagnen gegen die Ausbreitung von Aids zur Verfügung stellen. Allerdings solle nicht etwa mit jeder Cola-Flasche ein Kondom verteilt werden, hieß es am Donnerstag im UN-Hauptquartier in New York.
Mit den Cola-Lieferungen würden vor allem Plakate und Broschüren, die vor der Ansteckung mit dem Aids-Erreger HIV warnen, in die entlegensten Winkel des Kontinents gelangen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Coca-Cola und der UN-Organisation zur Bekämpfung von Aids (UNAIDS) wurde vor dem Aids-Gipfel der Vereinten Nationen unterzeichnet, der am kommenden Montag beginnt.
Coca-Cola biete afrikanischen Ländern auch Unterstützung bei der Herstellung von Aufklärungs-Plakaten an und werde dafür auch seine Werbeflächen zur Verfügung stellen, sagte ein Firmensprecher. Auch bei der Verteilung von Kondomen werde man helfen, aber nicht im Zusammenhang mit dem Getränkeverkauf. Vorstellbar sei, dass zum Beispiel Coca-Cola-Lastwagen Ladungen mit Kondomen vom Hafen in Mombasa zu Krankenhäusern oder Verteilerzentren in die kenianische Hauptstadt Nairobi bringen.
Der Getränkehersteller ist mit 1.500 direkten Mitarbeitern und mehr als 100.000 Beschäftigten in selbstständigen Abfüllbetrieben der größte einzelne Arbeitgeber in Afrika. Mehr als 70 Prozent der weltweit etwa 36 Millionen HIV-Infizierten leben nach UN-Angaben in Afrika.
dpa





