Das Badezimmer ist für viele ein Ort des Wohlfühlens, andere wiederum verbinden damit eher unangenehmes Erlebnisse. Dies ergaben Untersuchungen der National Association for Continence (NAFC). Die Forschungsgesellschaft befasst sich mit den Badezimmer-Gewohnheiten der Amerikaner.
In einer Erhebung wurden landesweit 1001 zufällig in Kaufhäusern ausgewählte Menschen befragt. Mehr als die Hälfte gab an, die Zeit im Badezimmer mit Lesen und Nachdenken über ernsthafte Themen zu verbringen. Ein Drittel der Befragten gibt sich Tagträumen hin, singt unter der Dusche oder telefoniert. Frauen behaupteten, sie sprächen im Badezimmer mit sich selbst oder bewunderten den eigenen Körper im Spiegel. 22 Prozent der Männer dagegen gaben an, im Bad Sex zu haben.
Laut NAFC ist das Badezimmer nicht für alle Amerikaner eine heilige Stätte. Knapp zwei Drittel der Befragten berichteten, dass sie die sanitären Einrichtungen in unbekannten öffentlichen Anlagen oder Gebäuden sicherheitshalber auskundschaften. Bei den über 50-Jährigen ist dies noch häufiger. Sie möchten im Falle eines dringenden Bedürfnisses abgesichert sein. “Toilet mapping” ist deshalb nicht selten.
“Tägliche Gewohnheiten daran anzupassen, immer Zugang zu einer Toilette zu haben, ist ein Verhalten, das oft mit einer überaktiven Blase einhergeht,” sagt Jenelle Foote, Urologin an der Emory University. Von diesem Symptom sind 17 Millionen Amerikaner betroffen.
80 Prozent der Befragten wünschen sich eine Therapie ihres Leidens und damit eine verbesserte Lebensqualität.
Anna Voormann





