Warum wir morgens manchmal den Wecker überhören und verschlafen, haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München um Michael Czisch entdeckt. Sie konnten mithilfe der Kernspintomographie erstmals zeigen, dass es beim REM-Schlaf (Rapid Eye Movements), in dem besonders intensiv geträumt wird, zwei verschiedene Aktivitätsphasen gibt. Waren die Augenbewegungen der schlafenden Probanden besonders heftig, korrelierte dies mit einer entsprechend hohen Hirnaktivität. Dabei wurden von außen eingespielte Geräusche wie Klaviermusik oder das Klingeln eines Weckers ausgeblendet oder in den Traum integriert. Diese relativ kurzen, aber immer wiederkehrenden Phasen wechselten sich mit einem weniger intensiven REM-Schlaf ab, in dem die Testpersonen wieder „erreichbar” waren. Czisch ist der Ansicht, dass dieser Mechanismus dem Schutz des Schläfers dient, da er in den besonders tiefen REM-Phasen wehrlos ist.





