Der Erste Kaiser von China hatte Angst vor dem Tod und wollte ewig herrschen. Doch sein Ruhm währte nicht lang. Nur die Totenstadt hat bis heute überdauert.
Die Herkunftsgeschichte des Ersten Kaisers von China liest sich wie ein Groschenroman: Das Land befindet sich im Chaos, viele Könige streiten um die Vorherrschaft. Ein reicher Kaufmann namens Lü Buwei befreit den Königssohn Zi Chu des halbbarbarischen Qin-Reichs aus der Geiselhaft im Nachbarreich Zhao, kehrt mit ihm in seine Heimat zurück, berät ihn als Minister, macht ihn stark, überlässt ihm gar seine Lieblingskonkubine.
Die gebiert einen Sohn, Cheng, der König von Qin wird. „Ein tatkräftiger Mann”, charakterisiert Hans van Ess den späteren Ersten Kaiser von China. Er hat allerdings den Makel, vermutlich ein untergeschobenes Kind zu sein, das gar nicht zur königlichen Familie gehörte. Der Sinologe an der LMU München skizziert Chengs weiteren Lebensweg: „Der König von Qin hat sein Ziel, das ganze Land zu einen, mit großem Durchsetzungsvermögen verwirklicht.” Heute noch sichtbare Zeichen dafür sind die Chinesische Mauer und die gigantische Grabanlage des Kaisers in Lintong bei Xian. Deren Großartigkeit erschließt sich ansatzweise über die 7300-köpfige Terrakotta- Armee – das eigentliche Mausoleum ist noch nicht ausgegraben.
SCHÖPFER ODER ZERSTÖRER?
Im vierten Jahrhundert vor Christus stritten sieben Könige um die Macht in China. König Cheng von Qin galt als niederrangiger Außenseiter, der sich vor allem aufs Pferdezüchten verstand. Doch Lü Buwei hatte als Chefberater das Land modernisiert und ihm eine innere Stabilität gegeben. Und die Qin-Armee war durch ständige Auseinandersetzungen mit den nomadischen Barbaren angrenzender Steppengebiete schlagkräftig geworden. Der erste chinesische Geschichtsschreiber Sima Qian notiert: „Gleich einer Flutwelle und mit dem Mut von Tigern stürmten die Soldaten helmlos und barfüßig heran. Einen frisch abgeschlagenen Kopf in der linken Hand, mit einem lebenden Gefangenen unter dem rechten Arm – so zeigten sich die Qin-Krieger.”
Kein Wunder, dass sie in den Eroberungszügen von 230 bis 221 vor Christus überaus erfolgreich waren. Sima Qian schreibt: „Der König (von Qin) hat die Reiche verschlungen, wie eine Raupe ein Maulbeerblatt verschlingt.” An der Person des Herrschers scheiden sich die Geister: Großer Zerstörer oder Schöpfer einer neuen Ordnung? Größenwahnsinnig oder genial? Fest steht: Der Emporkömmling vereinigte das Land und schuf in Grundzügen das kaiserliche China der Bürokraten, das über 2000 Jahre Bestand hatte. Sogar die chinesische Verwaltung von heute unterscheidet sich nicht wesentlich von der des Ersten Kaisers. Mit 29 Jahren hatte König Cheng von Qin seine Vereinigungskriege begonnen, mit 38 die sechs anderen Reiche unterjocht. Nun dürstete ihn nach mehr: „Mit der Kraft unserer Ahnen haben wir die rebellischen Fürsten bestraft, wie sie es verdient haben, sodass das Reich endlich befriedet ist. Wie aber sollen wir unsere Errungenschaften für die Nachwelt bewahren, wenn wir nicht die Würde eines neuen Titels schaffen?”, fragte er seine Berater. Die griffen auf die Urkaiser tief in der mythologischen Vergangenheit zurück und präsentierten als Titel „Shi Huangdi” – Erster Kaiser (genau: Erster Göttlicher oder Gottgleicher Herrscher). Der herrschte nach chinesischem Selbstverständnis „über alles unter dem Himmel” und das für „10 000 Zeitalter” – was für die Ewigkeit steht.
STRENGE GESETZE
Zu den engsten Vertrauten von Cheng gehörte Li Si, einer der damals üblichen „freien Politikberater”, der schon während der Kriege im König von Qin den kommenden großen Mann gesehen und ihm seine Dienste angeboten hatte. Nicht minder ehrgeizig als sein Herr, stieg er rasch zum obersten Berater und Kanzler auf. Zumal er sich mit Shi Huangdi einig war, dass der Mensch eigentlich ein Teufel sei, der mit strengen Gesetzen gebändigt werden müsse. Nach der kriegerischen Vereinigung lief eine einmalige Transformation aller Lebensbereiche ab:
· Die Feudalherren der alten Reiche wurden ihrer Ländereien beraubt und entmachtet. 120 000 Adelsfamilien wurden in die Nähe der Qin-Hauptstadt Xianyang umgesiedelt und mussten ihre Waffen abgeben.
· Das Reich wurde in Distrikte gegliedert und von Beamten verwaltet, die der Kaiser ernannte. Die Posten waren nicht erblich. Nach dem „Prinzip Misstrauen” gab es jeweils einen zivilen und einen militärischen Statthalter, die beide von einem Oberaufseher kontrolliert wurden.
· Die Achsweite der Wagen sowie Gewichte, Maße und Münzen wurden landesweit vereinheitlicht. Das sorgte für einen freien Handel und einen wirtschaftlichen Aufschwung des Landes.
· Das Straßennetz wurde zügig ausgebaut und mit Relaisstationen für kaiserliche Kuriere bestückt. Es übertraf die zeitgleichen römischen Imperiumsverbindungen: Allein die fünf von der Metropole ausgehenden baumgesäumten, 15 Meter breiten Hauptstraßen kamen auf eine Gesamtlänge von 7500 Kilometer.
· Li Si vereinheitlichte das Rechtssystem mit grausamen Strafen, Gruppen- und Sippenhaft. Obwohl eine Anweisung lautet: „ Es wäre gut, wenn die Wahrheit ohne Folter herauskäme.”
Alle Maßnahmen wurden gründlich, schnell und im Zweifel grausam durchgesetzt, dienten sie doch der Stärkung der Zentralgewalt. Deren Machtbasis war das Militär, in dem jeder nach Leistung aufsteigen konnte, und die Beamtenschaft, in der nach einer strengen Ausbildung ebenfalls jeder avancieren konnte. Der entscheidende Coup aber war die Vereinheitlichung der Schrift. Dieser Schritt vor 2200 Jahren ermöglicht es heute noch, dass im Vielvölkerstaat China ein Börsenbroker in Shanghai die „ Chinesische Volkszeitung” ebenso lesen kann, wie ein Rosinenröster in der 3000 Kilometer weiter westlich gelegenen Turfansenke. Für kaiserliche Befehle und Anordnungen war die gemeinsame Schrift unerlässlich. Die zentralistische Bürokratisierung aller Lebensbereiche („Im Frühjahr darf kein Baum gefällt werden”) wurde von allen folgenden Kaiserdynastien als Herrschaftsinstrument beibehalten. Die Beamten am Hof und die Eunuchen des Harems avancierten mit der zunehmenden Lebensferne der Kaiser zu den eigentlichen Machthabern im Reich.
DER KAISER UND ICH
Das Ideal des Herrschers gipfelte, von den Beamten im eigenen Interesse propagiert, in der taoistischen Maxime: „Ohne vor die Tür zu treten, regiert er die Welt.” Der Kaiser benötigte einen triftigen Grund – etwa ein Opfer für den Ahnenkult –, um den Palast zu verlassen. Im Gegensatz zu den westlichen Herrschern musste der chinesische Kaiser sich nicht als Feldherr beweisen. Shi Huangdi war die Ausnahme: Als Gründungskaiser unterlief er noch den einengenden Machtanspruch der Beamten. Er unternahm mehrere Reisen durch sein zusammengekämpftes Reich. Auf seiner letzten Tour starb er 50-jährig. Sein Sohn, der zweite Kaiser, so liest es Hans van Ess aus den Quellen, „stand dann schon völlig unter der Fuchtel der Berater.”
Der Einfluss des machtbewussten Kanzlers Li Si auf den Ersten Kaiser war dennoch groß. Der Geschichtsschreiber Sima Qian zitiert ihn mehrfach mit der Floskel: „Der Kaiser und ich …” Zwei in den Annalen übel vermerkte Entscheidungen gingen auf seine Ratschläge zurück: 212 vor Christus wurden 460 konfuzianische Philosophen nach verdeckter Kritik am Herrschaftsstil des Kaisers angeblich lebendig begraben. Ein Jahr später verfügte der Kaiser auf Anraten von Li Si die Verbrennung aller Bücher und die Schließung privater Schulen. Li Si: „Von dieser Zerstörung sollen Bücher über Medizin, Ackerbau und Wahrsagekunst ausgenommen sein.” Wissen wurde so kaiserliches Privileg. Durch die Bücherverbrennung gingen große Teile der vorqinzeitlichen Schriften verloren. Mit dieser Überlieferungslücke hat die Forschung heute zu kämpfen.
DIE MAUER IST BLUTGETRÄNKT
Endgültig vernichtet wurde das Wissen, als auch die letzten schriftlichen Zeugnisse mit der kaiserlichen Bibliothek am Ende des Reichs in Flammen aufgingen. Stand hielten nur die Große Mauer und die monumentale Grabanlage. Shi Huangdi ließ die aus älterer Zeit vorhandenen Teilstücke der gigantischen Mauer gegen die Nomadenvölker im Norden des Reichs von Hunderttausenden Strafgefangenen und Bauern unter elenden Bedingungen verstärken und vervollständigen. „Die Mauer ist blutgetränkt”, sagt van Ess. „Wie viele dort wirklich zugrunde gingen, lässt sich nicht sagen.” Sicher ist, dass Menschenleben nichts zählten. Auch über die Künstler, Bauleute und Opfer bei der Errichtung der kaiserlichen Totenstadt weiß man nicht viel. Gegen dieses einmalige Bauwerk kommen nicht einmal die altägyptischen Pyramiden an, was Größenwahn, Ausstattung und Anspruch betrifft. Chinas Historiker Shima Qian skizziert: „Die Arbeiter gruben sich durch drei unterirdische Wasserläufe und füllten die Kammern mit Modellen von Palästen und Türmen, Gebrauchsgegenständen, Schmuck und Edelsteinen.
Die Handwerker brachten Schießvorrichtungen an, die selbsttätig Grabräuber töten sollten. Das Meer, die Wasserstraßen und die großen Flüsse des Reichs waren durch Quecksilber dargestellt und wurden durch Maschinen künstlich am Strömen gehalten. Oben waren die Sternbilder dargestellt, unten die Erde. Mit Walöl gefüllte Lampen konnten lange brennen.” Allein der innere Nekropolenbezirk ist rund zwei Kilometer lang und einen Kilometer breit. Die Grube der imposanten Terrakotta-Armee liegt 1,5 Kilometer außerhalb dieses Bezirks, der mit zwei 10 Meter hohen Mauern umfriedet war. Der heute rund 60 Meter aufragende Grabhügel sollte nach Überzeugung des Qinzeit-Spezialisten Guo Zhikun insgesamt 119 Meter hoch werden. Zhikun geht anhand von archäologischen Vergleichsfunden davon aus, dass die legendären automatischen Schießvorrichtungen, tatsächlich vorhanden und heute noch funktionsfähig sind. Ob real oder legendär – der Bau war eine Machtdemonstration mit vielen Ausrufezeichen.
KRIEGER BRAUCHEN FEUCHTIGKEIT
Systematische Flächengrabungen hat es bislang nicht gegeben, von den über Kleingrabungen georteten 188 Gruben im Gelände sind viele leer oder unvollendet. Alle sind durch Feuer oder Vandalismus schwer beschädigt. Dabei kamen aus solch unterirdischen Räumen immer wieder Schätze ans Licht: Bronzene und hölzerne Reisekutschen aus 3000 Einzelteilen, Beamte, Akrobaten und Musiker aus Terrakotta, lebensgroße Wasservögel aus Bronze und Schau-Rüstungen aus geschliffenen Kalksteinplättchen, zusammengehalten durch Bronzedrähte. Mit der Terrakotta-Armee, dem ersten Fund, begann 1974 die unendliche Geschichte der chinesischen Archäologie.
Seit 1998 ist Catharina Blänsdorf dabei. Die Restauratorin von der TU München arbeitet in der Regel vier Monate im Jahr mit Kollegen an der Terrakotta-Armee in Lintong. Die Münchner Gruppe kümmert sich vorrangig um das Kleben der Figuren und den Erhalt der Farben. Und neuerdings versuchen die Wissenschaftler auch, die Feuchtigkeit im umgebenden Erdreich zu erhalten. „Der Boden darf nicht austrocknen, sonst werden die organischen Bestandteile darin so beschädigt, dass man sie nicht mehr restaurieren kann”, erklärt Blänsdorf. Vor allem die Farbe der Krieger löst sich leicht ab. Gleichzeitig muss verhindert werden, dass sich durch zu viel Feuchtigkeit Schimmel bildet oder der Lehm verschlammt und dadurch versiegelnd wirkt.
Im Herbst dieses Jahres wollen die Münchner dazu ein neues Verfahren ausprobieren: Sie decken für voraussichtlich drei Monate die Oberfläche mit Geotextilien ab. Durch die soll dann der Boden Feuchtigkeit aus darüberliegenden nassen Kompressen heraussaugen. „Mal sehen, ob das klappt”, kommentiert Blänsdorf. Das mühselige Ausprobieren mit der Methode „Versuch und Irrtum” ist auch bei der Hauptaufgabe nötig, dem Erhalt der Farben. „Wir haben keine Chance, die farbliche Veränderung eines Terrakotta-Stücks im Computer zu simulieren”, bedauert die Restauratorin. In den letzten Jahren gab es bei den Bemühungen, die Farben zu retten, nur Rückschläge. „Jetzt hat meine Chemie-Kollegin Beata Oginski von der LMU München ein neues Verfahren entwickelt – das sieht gut aus.” Von derlei Pingelarbeiten ahnt der Besucher nichts, wenn er die Tonarmee bestaunt. Die Gesamtanlage kann er nicht erfassen. Das soll sich ändern: Die Chinesen wollen aus dem Grabgelände einen archäologischen Park machen. Dazu wird umgesiedelt – unter anderem eine Nähmaschinenfabrik mit 5000 Angestellten, die dort auch wohnen. Aber: „Den Grabhügel selbst zu öffnen, steht nicht zur Diskussion”, weiß Catharina Blänsdorf. Die logistischen, wissenschaftlichen und restauratorischen Probleme sind zu groß. Der Erste Kaiser wird also weiterhin tief in der Erde ruhen – wenn er überhaupt noch da ist. Denn die Totenstadt war noch nicht fertig, als Rebellen im Jahr 207 vor Christus seine 10 000-Zeitalter-Dynastie nach nur 14 Jahren Herrschaft beendeten. Der Kaiser starb 210, aber die Dynastie hielt sich unter seinem Sohn noch bis 207. Paläste und Hauptstadt des Kaisers wurden dem Erdboden gleichgemacht und die Nekropole verwüstet.
CHINESEN IM GLORIENRAUSCH
Aber vielleicht ist Shi Huangdi auch gar nicht mehr so wichtig. Denn seit die Chinesen nach der Kulturrevolution 1978 bis 1988 ihre Tradition wiederentdeckt haben, wollen sie viel weiter zurück in der Geschichte. „Um 2000 herum hat die chinesische Regierung ein Riesenprojekt initiiert, um die Historizität der ersten drei – mythologischen – Dynastien zu beweisen”, berichtet Sinologe Hans van Ess. Die Ergebnisse wurden von westlichen Wissenschaftlern mit größter Skepsis aufgenommen. Als vollends ahistorisch sieht van Ess die derzeitigen Bemühungen, sogar den „Gelben Kaiser” – der um 2600 vor Christus, also noch vor den ersten Dynastien geherrscht haben soll – durch Monumente real werden zu lassen. „Es hat einen Paradigmenwechsel gegeben”, weiß van Ess. „Die Chinesen wollen an die Glorie der ganz großen Geschichte anknüpfen – und dafür ist Shi Huangdi eigentlich viel zu spät.” ■
MICHAEL ZICK, langjähriger bdw-Redakteur, stieg für den Beitrag tief in die schriftlichen Quellen des alten Chinas ein.
von Michael Zick
Sima Qian – Chinas erster Historiker
Bei den Berichten über den Ersten Kaiser von China, seinen Größenwahn und seine Existenzangst, seine Erfolge und seine angeblich Millionen zählenden Opfer gibt es ein Problem, sagt der Sinologe Hans van Ess von der LMU München: „Das alles wissen wir nur aus einer Quelle, nämlich von Sima Qian.”
Die siegreichen Rebellen gegen die Qin-Dynastie des Ersten Kaisers arbeiteten so gründlich, dass es aus der Qin-Zeit keine schriftlichen Nachrichten gibt. Erst Sima Qian, ein hochrangiger Beamter am Hof der nachfolgenden Han-Dynastie, berichtet über die Reichseinigung. Sima Qian gilt als Chinas erster Geschichtsschreiber und wird in seiner Wirkung oft mit Herodot verglichen.
Sein persönliches Schicksal ist tragisch. Nach steiler Karriere bei Hofe in Ungnade gefallen, wurde ihm die Wahl gelassen zwischen Selbstmord und Kastration, einer damals üblichen, demütigenden Form von Strafe. Da seine Aufgabe, die erste Geschichte Chinas zu schreiben, für ihn schwerer wog als die Schmach der Entmannung, entschied er sich gegen den Suizid. In der Verbannung schrieb er zwei Exemplare seines Geschichtswerks mit jeweils einer halben Million Zeichen. Erst sein Enkel konnte es publizieren.
Mit Shiji liefert Sima Qian ein erstes Kompendium der Geschichte Chinas vom mythologischen Gelben Kaiser bis in seine Zeit im ersten Jahrhundert vor Christus. In einer bunten Mischung aus Mythos, Erzählung, Bibliotheksquellen, Faktenbericht, eigener Wertung des Geschehens und fiktiver Autobiografie mit wörtlicher Rede seiner Helden schuf er ein literarisch großes und geschichtlich nachhaltiges Werk, vergleichbar mit dem Alten Testament.
Shi Huangdi, der Erste Kaiser Chinas, wird bei Sima Qian nur negativ geschildert. Doch Sinologe van Ess schränkt ein: „Es ist durchaus möglich, dass einige Berichte über den Ersten Kaiser von den Erfahrungen geprägt sind, die der Historiker Sima Qian unter seinem herrschenden Kaiser der Han-Dynastie gemacht hat.”
KOMPAKT
· Der Erste Kaiser von China schuf eine einheitliche Schrift und Währung.
· Heutige Zeugnisse seiner Macht sind die Chinesische Mauer und die Grabanlage bei Xian mit der Terrakotta-Armee.
· Nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum” entwickeln Restauratoren Methoden, um die Terrakotta-Figuren zu erhalten.
DAS BOLLWERK GEGEN DEN REST DER WELT
Die Chinesische Mauer ist keine Einheit. Das Wahrzeichen besteht vielmehr aus verschiedenen Teilen, die über Jahrhunderte immer wieder ergänzt und verstärkt wurden. In der Zeit des Ersten Kaisers Qin Shi Huangdi entstand die erste mehr oder weniger durchgängige Mauer im Norden Chinas (weiß). Der Bau kostete Tausenden von Zwangsarbeitern das Leben. Das Bollwerk sollte das Reich vor Barbaren schützen, doch die fanden andere Wege: Sie umgingen den Grenzwall oder bestachen chinesische Beamte.





