Der Band setzt ein mit den Angstbildern von der „schwarzen Gefahr“, die bereits im Ersten Weltkrieg oder bei der Ruhrbesetzung 1923 auftauchten, wo man die Kolonialsoldaten zu Unrecht der Vergewaltigung „weißer Jungfrauen“ beschuldigte. Doch nicht nur negativ war der Blick auf die Schwarzen in der Zwischenkriegszeit, konnten doch farbige Sportler, Josephine Baker oder Jazzmusiker zu Leitbildern für kosmopolitische Offenheit werden. Dies änderte sich schlagartig mit der Rassenpolitik der Nationalsozialisten. Der Hauptteil des Bandes ist dieser Zeit gewidmet. Von den Rassegesetzen über die NS-Kolonialpolitik und die Kriegführung in Nordafrika bis zum Schicksal von Schwarzen in diversen Lagern und als Kriegsgefangene eröffnen sich den Lesern bedrückende Facetten des NS-Rassenwahns.
Rezension: Talkenberger, Heike




