Wie eine wirksame Krebstherapie auszusehen hat, darüber gehen bei Medizinern die Meinungen weit auseinander. Das zeigt eine Untersuchung der TU München. Die dortigen Krebsexperten wurden in den vergangenen fünf Jahren bei mehr als 370 Patienten um eine Zweitmeinung gebeten – vor allem zu Krebserkrankungen der Verdauungsorgane. Tatsächlich deckte sich nur in jedem fünften Fall ihre Therapieempfehlung mit der des ersten Arztes. Bei mehr als der Hälfte der Patienten schlugen sie sogar erhebliche Änderungen vor. Die Münchner Mediziner bedauern, dass die Praxis der „Zweiten Meinung” in Deutschland – anders als in den USA – bisher wenig verbreitet sei. Letztlich könnten damit sogar die Kassen Geld sparen, weil sich teure therapeutische Irrwege vermeiden ließen.





