Verlässlichkeit und Rituale sind es nach Meinung des englischen Soziologen Richard Sennett, die unserer heutigen von Konkurrenzdruck und Vereinzelung geprägten Gesellschaft fehlen. Anhand zahlreicher Beispiele aus Geschichte, Kunst oder den Naturwissenschaften beschreibt Sennett, wie im mittelalterlichen Zunftwesen oder in der Diplomatie Zusammenarbeit zu positiven Ergebnissen führen konnte. Die Reformation bezeichnet er dann wegen der Veränderung der Rituale als „große Unruhe“. Die Kooperationsbereitschaft löste sich später mehr und mehr auf und mündete schließlich in die heutigen problematischen Verhältnisse.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





