Auf rund 280 Seiten, in fünf Kapitel unterteilt, beleuchtet Ines Geipel – sich auf sprachlich sehr hohem Niveau bewegend – die erschütternden, von ihr sehr gut recherchierten Schicksale von zwölf aus der DDR stammenden Schriftstellerinnen; Schicksale, die nicht nur von Verfolgung und Gefangennahme, sondern auch von Ausnutzung und Repression, Drogenabhängigkeit und Freitod erzählen – und vom Schreiben als einem (letzten) Ausweg, die „DDR-Erlebnisse“ zu verarbeiten.
Ergänzt und veranschaulicht werden diese Schicksale stets durch Zitate von Zeitgenossen und durch Kommentare sowie Gedichte oder Prosa der jeweils vorgestellten Schriftstellerin – eine willkommene Abwechslung und zugleich ein Einblick in das literarische Schaffen der Autorinnen.
Mit diesem Buch wird ein wichtiges Stück DDR-Geschichte vermittelt, das komplementär zur offiziellen DDR-Literaturgeschichte gelesen werden sollte.
Rezension: Irina Fink




