Einen neuen erfolgversprechenden Weg zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit sind Wissenschaftler des Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles gegangen: Das Team um Michel Levesque injizierte in das Gehirn eines Patienten ein Transplantat aus dessen eigenen Zellen. Dieser Eingriff führte nach Angaben der Forscher zu einer deutlichen Reduktion des durch die Krankheit ausgelösten Zitterns. Auch zwei Jahre nach der Behandlung sei der Mann noch frei von Symptomen. Levesque hatte zunächst aus dem Gehirn des Patienten, der mit Mitte 40 an Parkinson erkrankt war, adulte Stammzellen isoliert. Diese Zellen, die sich zu verschiedenen Geweben entwickeln können, wurden im Labor vermehrt. Einige der Stammzellen produzierten darauf die Substanz Dopamin, die eine große Rolle bei der Koordination von Bewegungen spielt. Parkinson entsteht, wenn Gehirnzellen absterben, die Dopamin produzieren. Drei Monate nach der Injektion der „neuen” Zellen stieg der Dopaminspiegel des Patienten um 58 Prozent an. Er senkte sich später zwar wieder, die Parkinsonsymptome traten aber nicht mehr auf. Levesque: „Dies ist der erste Fall einer neuen Therapie, die funktionieren könnte.” Allerdings müsse das Verfahren noch weiter erforscht und bei mehr Patienten überprüft werden.
Hans Groth





