Der Bau der Nord-Süd-Bahn in Köln wird wohl für immer mit der Katastrophe vom März 2009 verbunden bleiben, dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs und dem Tod zweier Menschen. Durch eine aufwendige Rettungsaktion konnte inzwischen ein Großteil der damals verschütteten Archivunterlagen geborgen werden, deren Restaurierung wohl noch Jahrzehnte dauern wird.
Mit dem U-Bahn-Bau sind jedoch auch großangelegte archäologische Grabungen verbunden, die 2003 bis 2011 im historischen Zentrum von Köln unternommen wurden und eine der größten innerstädtischen archäologischen Unternehmungen Europas sind. Wie ein roter Faden zieht sich die vier Kilometer lange Trasse der Nord-Süd-Stadtbahn durch die Innenstadt und bietet so die Möglichkeit, deren Entwicklung von der römischen Zeit bis ins 21. Jahrhundert nachzuvollziehen. Da die neue U-Bahn-Strecke überwiegend im unterirdischen Schildvortrieb gebaut wurde (also mit einer unterirdisch eingesetzten Tunnelbohrmaschine, die mit ihrem Schneidrad den Tunnelweg freilegt), beschränkten sich die baulichen Eingriffe in die archäologische Substanz auf zukünftige Haltestellen, technische Bauwerke und kilometerlange Leitungsgräben.
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 02/2013.
Dr. Marcus Trier




