von MONIKA HOLTHOFF-STENGER
Zahnfäule und Zahnfleischentzündung sind alte Bekannte der Menschheit. In Marokko entdeckten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie die 15.000 Jahre alten Überreste von 52 Gebissen. Nur drei waren kariesfrei. Den Steinzeitmenschen ist offenbar eine kohlenhydratreiche Ernährung aus Eicheln und Pinienkernen zum Verhängnis geworden. Sie waren Vorreiter eines weltweiten Trends, der auf ein Überangebot von Kohlenhydraten zurückzuführen ist. „Zucker und Stärke sind der wichtigste gemeinsame Ernährungsrisikofaktor für Karies und Parodontitis“, sagt Søren Jepsen, Direktor der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde am Universitätsklinikum Bonn. Letztlich waren die Zähne der Steinzeitmenschen jedoch weniger von Karies betroffen als heute.





