Der renommierte englische Kulturhistoriker Peter Burke hat sich mit diesen Fragen aus‧einandergesetzt. Er beginnt mit den Reflexionen über Sprache, wie sie die frühen Sprachhistoriker betrieben, und konstatiert ein zunehmendes Sprachbewusstsein seit dem Spätmittelalter. Dies zeigte sich etwa an der Kontroverse über die Verwendung des Lateinischen in der Kirche und vor Gericht oder an der männlichen Kritik bezüglich der angeblich fehlerhaften Sprache von Frauen.
Anhand von vielen anschaulichen Beispielen schildert Burke das Wechselspiel zwischen der Erkenntnis von der Vielfalt der Sprachen und dem Wunsch nach deren Vereinheitlichung bzw. „Säuberung“. Es ist durchaus anregend, ihm zu folgen, wobei man sich auf den essayistischen Charakter der Ausführungen einstellen muss.
Rezension: Talkenberger, Heike




