Der US-Forscher Victor J. Dzau hat die Max-Delbrück- Medaille erhalten. Mit der Verleihung zeichnete das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin den 57-Jährigen für die Entwicklung neuartiger Behandlungsmethoden von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Der gebürtige Chinese ist ein Pionier bei der Therapie der Herzinsuffizienz mit so genannten ACE-Hemmern. Sie sorgen unter anderem dafür, dass sich die Blutgefäße erweitern und der Blutdruck sinkt. ACE-Hemmer gehören inzwischen zu den wichtigsten Medikamenten bei der Behandlung einer Herzschwäche. Außerdem entwickelte Dzau eine Gentherapie, die nach Bypass-Operationen verhindert, dass sich die zur Überbrückung transplantierten Venen verstopfen. Neben der Grundlagenforschung ist der Kardiologe auch als handfester Unternehmer aktiv: Ende der neunziger Jahre gründete er in Kalifornien zwei Biotech-Firmen.
Die Max-Delbrück-Medaille wird seit 1992 jährlich an einen herausragenden Wissenschaftler vergeben. Erster Preisträger war damals der Zellbiologe Günter Blobel, der sieben Jahre später den Nobelpreis für Medizin erhielt.





