Humboldts Reformideen kreisten um die Auffassung des Menschen als einem autonomen Individuum, dessen Persönlichkeit sich durch Sprache und Bildung entwickeln sollte. Das bedeutete auch: Freiheit statt Standesschranken und staat‧licher Bevormundung, wie Michael Maurer, Professor für Kultur‧geschichte in Jena, in seiner lesenswerten Biographie betont. Maurer leuchtet den Lebensweg Humboldts aus, charakterisiert dessen Geschichts- und Sprachphilosophie und blickt auf Ehe, Familie und Freunde. Dass Humboldt, dieser große Liberale, seinem Bildungsideal, nicht zuletzt wegen seiner finanziellen Unabhängigkeit, selbst folgen konnte, auch das machte ihn zum glücklichen Menschen.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





