Dieser Übersetzungsfehler entwickelte ein Eigenleben. Andere Astronomen bestätigten die Kanäle, obwohl mit den damaligen Teleskopen Oberflächenstrukturen kaum erahnt werden konnten. Um 1900 veröffentlichte der amerikanische Astronom Percival Lowell drei Bücher, in denen er die Hypothese vertrat, dass die Kanäle von einer intelligenten Zivilisation zur Bewässerung angelegt worden seien. Die Idee, dass es auf dem Mars einmal Leben gegeben hat oder vielleicht sogar noch gibt, hielt sich hartnäckig bis zum Jahr 1965, als die amerikanische Raumsonde Mariner 4 am Mars vorbeiflog. Als sie die ersten Fotos von der Oberfläche des Planeten zur Erde sandte, waren darauf zwar Krater zu sehen, aber keine Kanäle.





