Viele Muster im Tierreich folgen sogenannten „Turing-Mechanismen“, benannt nach dem britischen Mathematiker Alan Turing (1912-1954). Sie entstehen während der Embryonalentwicklung, wenn verschiedene Komponenten im Gewebe diffundieren und die Pigmentbildung je nach Konzentration entweder fördern oder hemmen – ähnlich wie beim Einschenken von Milch in Kaffee verschiedene Muster entstehen. Bei jedem Individuum erfolgt die Verteilung zufällig, sodass selbst eineiige Zwillinge unterschiedliche Fellzeichnungen entwickeln. Doch auch wenn Turings Theorie erklärt, wie sich spontan vielfältige Muster herausbilden, können sie nicht alle ihrer Eigenschaften erklären.





