Ob anregend oder beruhigend: Jede Teesorte hat ihren eigenen charakteristischen Geschmack und ihre ganz individuelle Wirkung auf unseren Körper. Dafür verantwortlich sind die Aminosäuren in den Teeblättern, deren Zusammensetzung sich je nach Teesorte unterscheidet. Beispielsweise wirkt das süßliche Theanin aus grünem Tee beruhigend und entspannend. Die Teepflanze stellt diese und andere Aminosäuren jedoch nicht für den Geschmack her, sondern um sie in ihrem Stoffwechsel weiterzuverwerten und somit wachsen zu können. Möglich machen dies verschiedene Enzyme und Transportmoleküle, die die Aminosäuren aus den Wurzeln in die Blätter transportieren. Denn nur in den Wurzeln können aus dem Stickstoff im Boden effektiv und schnell Aminosäuren hergestellt werden, wie aus früheren Studien hervorgeht. Doch wie genau dieses Stickstoff- und Aminosäuremanagement in den Teepflanzen abläuft, war bislang unklar.





