Wo auch immer – die beiden Fragen, die der bdw-Mann Hess am häufigsten hört, lauten: „Wie geht’s bild der wissenschaft?” und „ Wie kommt ihr auf eure Themen?”. Zur ersten Frage habe ich in der Aprilausgabe Stellung genommen. Kurz zusammengefasst: Gut! Nun zur zweiten: Von den 137 redaktionellen Seiten dieser Ausgabe (95 im Hauptheft, 42 im Supplement) entfallen 28 Seiten auf Meldungen und Rubriken. Dazu gehören bdw-Nachrichten, Briefe, medinfo, !Beutelspacher, Nachlese, Spieltrieb, Vorschau – und auch dieses Zur Sache. Doch den größten Umfang haben unsere Hauptbeiträge – in diesem Heft 15 Themen, wovon 3 zur Titelgeschichte gehören. bdw- Titelgeschichten haben den Anspruch, wichtige und interessante Forschungsergebnisse zu latent aktuellen Themen so zu präsentieren, dass unsere Leser daraus neues Wissen ziehen. Die Themen werden in Konferenzen diskutiert, beschlossen, im Detail erneut diskutiert und schließlich auf den Punkt gebracht. Beim Thema Schönheit beispielsweise glauben alle, sich auszukennen. Doch was objektiv gesichert ist, weiß kaum jemand. Wir haben für diese Ausgabe also ein Titelthema kreiert, das jeden anspricht – aber wir bieten weit mehr Inhalt als die Glamour-Magazine.
Die weiteren Hauptbeiträge kamen so zustande: Zwei ergaben sich aus der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion (Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs, Ansätze zur CO2-Reduktion bei Autos). Vier Beiträge entstanden, weil bdw-Redakteure auf Dienstreisen aufmerksam recherchiert haben – in New York, im israelischen Rehovot, in Lauffen am Neckar. Zwei Artikel wurden von freien Autoren angeboten. Eine Geschichte entwickelte sich, weil eine Agentur hervorragendes Bildmaterial über Anakondas präsentierte. Ein Thema war durch den hundertsten Jahrestag der Tunguska-Katastrophe vorgegeben. Ein weiterer Beitrag kam zustande, weil ein Redakteur forderte, wir sollten endlich einmal darüber berichten, was die Kontinentalverschiebung in Zukunft bewirkt.
Ein Artikel entwickelte sich aus der Zusammenarbeit mit SWR2. Mit dem SWR-Kulturradio kooperiert bild der wissenschaft seit Kurzem. Das liegt nahe: Beide Medien haben den Faktor „Wissen” im Fokus. Beide Medien vertrauen auf Autoren, die sowohl im Magazinjournalismus als auch im Hörfunkfeature sattelfest sind. Diese Ansätze wollen wir weiter ausbauen – und gemeinsame inhaltliche Schritte unternehmen. Übrigens: SWR2 ist in Deutschland zusätzlich zur UKW-Übertragung im Sendegebiet in vielen Kabelkanälen, via Satelit und im Internet (www.SWR2.de) zu hören. Im Netz gibt es auch Manuskripte und Podcasts zu zahlreichen SWR2-Sendungen.
Dieses Heft bietet Ihnen ein zusätzliches Plus: 15 Beiträge im beiliegenden Nanotech-Supplement, das wir zusammen mit der Landesstiftung Baden-Württemberg realisiert haben.





