Cannabidiol macht nicht high
Cannabidiol ist ein Wirkstoff aus der Hanfpflanze. Viel bekannter als CBD ist das THC – Tetrahydrocannabinol –, das im Cannabis für einen Rauschzustand sorgt. Forschern zufolge ist CBD quasi das Gegenstück zu THC, das weder Suchtpotenzial hat noch die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt. Laut Verordnungen in der EU dürfen CBD-Produkte nicht mehr als 0,2 Prozent THC enthalten. CBD wird normalerweise aus der Nutzhanfpflanze gewonnen, die von Natur aus kein oder nur sehr wenig THC enthält.
Das verspricht CBD
CBD soll gegen diverse Leiden helfen, das ist auch von vielen Promis zu hören, die CBD-Öl schon länger anwenden. Es soll beim Einschlafen helfen, Regelschmerzen beseitigen, Stresssymptome lindern und Angstzuständen oder Panikattacken entgegenwirken. Mittlerweile gibt es viele Internetseiten, die das mit Öl mit Cannabidiol als wahres Wundermittel anpreisen. Dabei machen sie teilweise auch Werbeversprechen, die für Nahrungsergänzungsmittel verboten sind, beispielsweise wenn sie eine Heilwirkung für eine bestimmte Krankheit versprechen.
Von Amerika nach Deutschland geschwappt
2018 war CBD-Kaffee ein neuer Trend in New York zum Entspannen. Schon seit einer Weile ist dieser Trend auch in Deutschland angekommen. Produkte mit CBD, wie Öle, Gummibärchen, Cremes und Kapseln, boomen. Der Markt wächst rasant. Der Verkauf erfolgt hauptsächlich über das Internet. Doch es gibt auch immer mehr stationäre Läden, die die Produkte anbieten.
Die rechtliche Situation ist indes noch unsicher, eine vernünftige Regulierung gibt es noch nicht. Ob es legal ist, CBD-Produkte ohne Zulassung durch die EU-Kommission in Umlauf zu bringen, ist fraglich. Für die Behörden und Verbraucherzentralen ist die Antwort klar. Es ist nicht legal, die Produkte ungeprüft zu verkaufen. Die Hersteller hingegen stehen auf dem Standpunkt, dass die Hanfnutzung bereits eine sehr lange Tradition hat und es sich nicht um ein neuartiges Lebensmittel handelt, das einer Zulassung bedarf. Diese unterschiedlichen Meinungen treffen vor Gericht aufeinander. Immer wieder verschwinden Produkte aus den Angeboten der Händler. Dennoch bleibt das Angebot groß.
Normalerweise sind die Lebensmittelkontrolleure der Kommunen dafür zuständig, den Markt zu überwachen. Doch aufgrund von Personalmangel kommen viele Behörden mit den Kontrollen nicht nach.





