Haidt vermeldet, dass Teenager mehr depressive Phasen erleben, dass Mädchen anfangen, sich gegenseitig zu verletzen, dass ihre Suizidrate steigt, dass mehr Schüler über Angststörungen klagen und so weiter. Wenn sich der Sozialpsychologe auch vornehmlich auf Daten aus den USA bezieht, ärgern sich deutsche Entwicklungspsychologen über Haidts einseitige und holzschnittartige Darstellung, und sie beklagen vor allem, dass er nicht auf Faktoren wie die Corona-Pandemie, die bedrückende wirtschaftliche Lage und vor allem nicht auf die Opioid-Krise – Stichwort Fentanyl – eingeht. Die Verkaufszahlen mindert das jedoch nicht. Offenbar muss man nur genug Angst verbreiten und behaupten, was offenkundig scheint und in der Formulierung ausgedrückt werden kann, „je dümmer, desto Handy“.





