Berlin: Bilder einer Zeitenwende Eine Fotoausstellung des Deutschen Historischen Museums Berlin zeigt in beeindruckenden Bildmotiven die sich überstürzenden Ereignisse beim Zusammenbruch der DDR. Neben dem Blick auf die innenpoli-tischen Verwerfungen, die Ausreisewellen und Demonstrationen dokumentiert die Ausstellung auch die internationalen Bemühungen um einen Friedensvertrag für Deutschland und den politischen Anschluss der DDR an die Bundesrepublik. Sie beginnt mit einem Rückblick auf die „bleierne Zeit“ der 80er Jahre, führt durch die politischen Ereignisse von 1989 und zeigt dann sowohl die Aktionen der Bürgerbewegung in der DDR als auch den Blick des Westens auf die Menschen und Ereignisse in der DDR. Im Spannungsfeld zwischen dem „Wir wollen raus“ der Ausreisewilligen und dem „Wir bleiben hier“ derjenigen, die auf eine Reform der DDR hofften, dokumentieren die Fotos die Emotionen am Ende des zweiten deutschen Staates. (29. 5. – 30. 8. 2009; http://www.dhm.de)
Trier: Eine Stadt wandelt sich Die mit 1989 verbundene weltpolitische Wende führte auch an der westlichen Grenze der Bundesrepublik zu Veränderungen. In Trier hatte nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als 40 Jahre lang die größte französische Garnison außerhalb des Mutterlands gelegen. Nun wurden die Truppen abgezogen – und das Stadtbild wandelte sich grundlegend.
Für die Denkmalpflege und die städtebauliche Entwicklung Triers stellten sich neue Herausforderungen. Das Militärareal auf dem Petrisberg wurde neu bebaut und zuvor mehrere Jahre lang archäologisch untersucht. Dabei entdeckte man das bislang früheste nachgewiesene Römerlager auf deutschem Boden. Das Rheinische Landesmuseum Trier präsentiert eine Dokumentation zu diesen Grabungen und veranstaltet zur Eröffnung am 7. November 2009 ein Kolloquium (http://www.landesmuseum-trier.de)
Leipzig: Zeitensprünge Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig hat als Themenschwerpunkt der 7. Biennale der satirischen Zeichnung den 20. Jahrestag der friedlichen Revolution gewählt; und das traditionell auf der Karicartoon vertretene Gastland ist: die DDR (27. 5. – 19. 7. 2009).
Gerhard Gäblers Ausstellung „Zwei Welten. Fotografien aus vier Jahrzehnten“ (26. 8. – 15.11.2009) thematisiert etwa die Montagsdemonstrationen des Jahres 1989, geht in ihrem ästhetischen Anspruch aber weit über das Dokumentarische hinaus.
Matthias Klemm musste als christlicher und politisch engagierte Künstler viele Hürden überwinden, um seine künstlerische Ausbildung zu vollenden. Als Reflex auf die friedliche Revolution schuf er den Zyklus „Grafische Tagebuchblätter, Herbst 1989“ (Studioausstellung, 9. 9. – 15. 11. 2009).
Im Herbst unterstützt das Stadtgeschichtliche Museum im German Historical Institute in Washington die Ausstellung „German History in Documents and Images“ mit Zeitdokumenten des Leipziger Fotografen Armin Kühne zu 1989 (http://www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de).




