Eine amerikanische Firma hat einen Weltraum-Schlepper entwickelt, der umherdriftende Satelliten wieder in ihren Orbit bringen soll. Insgesamt 43 verlorene Satelliten könnten mit Hilfe des Systems eingefangen und wiederbelebt werden, meldet das Wissenschaftsmagazin “New Scientist” auf seinen Internetseiten.
Das so genannte “Geosynch Spacecraft Life Extension System” (GLES) kann sich von hinten einem Satelliten nähern und am Motor andocken. Anschließend bringt GLES die Satelliten wieder in Position, berichtet die US-Firma Orbital Recovery.
Normalerweise haben Satelliten für etwa fünfzehn Jahre Treibstoff an Bord, um sich in der gewünschten Position halten zu können. Anschließend driften sie jedoch aus ihrer Bahn und sind verloren. GLES kann jedoch laut Orbital Recovery die Nutzungsdauer der Weltraumgeräte um zehn weitere Jahre verlängern.
Weltraummanöver in der geplanten Art sind voller Risiken, zumal die meisten Satelliten dafür nicht ausgerüstet sind, gibt der Ingenieur Max Meerman von der englischen Organisation “Surrey Satellites” zu bedenken: “Die Satelliten könnten durch einen Schubs in Rotation geraten und wären dann nicht mehr zu stoppen.” Dennoch will Orbital Recovery ihr System bereits 2004 in den Weltraum bringen, sofern die Firma bis dahin genügend Geldgeber findet.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek





