Er und seine Kollegen sind dem unterschiedlichen Sozialverhalten der beiden Arten in den vergangenen Jahren weiter nachgegangen. Sie haben dazu Langzeitdaten von fünf Schimpansen- und zwei Bonobogruppen aus fünf verschiedenen Feldforschungsstationen an der Elfenbeinküste, in Uganda und in der Demokratischen Republik Kongo ausgewertet.
Zentrale Rolle der Weibchen
Den Forschern zufolge zeichnet sich klar ein interessanter Unterschied beim gruppeninternen Sozialverhalten der beiden Arten ab: Schimpansen umgeben sich in der Regel mit Angehörigen ihres eigenen Geschlechts. Bonobos beider Geschlechter suchen hingegen stark die Nähe zu weiblichen Tieren. Mit anderen Worten: “Alle Schimpansengruppen waren nach Geschlechtern getrennt, Männchen und Weibchen waren also häufiger in Gesellschaft des jeweils eigenen Geschlechts anzutreffen. Bei den Bonobos umgaben sich beide Geschlechter lieber mit Weibchen”, resümiert Surbeck.





