Mit einem wohltemperierten und weichen Wasserbett für junge Ferkel will Steffen Hoy von der Universität Gießen deren Überlebenschancen erhöhen. Zu 80 Prozent aller Todesfälle unter neugeborenen Schweinen kommt es in den ersten drei Tagen – vermutlich wegen mangelnder Nestwärme im herkömmlichen Strohstall.
Ferkel, die sich auf einem Wasserbett lümmeln dürfen, sind gesünder und wiegen nach der Stillzeit fünf bis zehn Prozent mehr als ihre Artgenossen auf Stroh, fand Hoy in Versuchen mit über 1000 Jungschweinen heraus. Bei freier Wahl zwischen Wasserbett und Stroh verbrachten die Tiere drei Viertel ihrer Zeit auf dem Wasserbett.
Die moderne Ferkelschlafstelle wird bereits in Serie hergestellt und ist, wie Hoy glaubt, Stroh auch in hygienischer Hinsicht überlegen. Die Nestwärme soll durch eine Fußbodenheizung oder einen Heizstrahler geliefert werden.
Christina Berndt





