Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Shop
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-201
RedaktionE-Mail: wissenschaft@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-392
Folgen Sie uns
Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Gesundheit & Medizin/Artikel
Warum unsere Haut auf Stress reagiert
Gesundheit & Medizin

Warum unsere Haut auf Stress reagiert

Hautekzeme wie Neurodermitis können sich durch Stress verschlimmern. Warum das so ist, haben Forschende nun herausgefunden. · Foto: Thai Liang Lim/ iStock

Wer unter Neurodermitis leidet, erleidet oft vor allem in stressigen Phasen einen Schub des juckenden Hautausschlags. Doch warum reagiert die Haut so empfindlich auf Stress? Eine Studie zeigt nun, welche Schaltkreise des Nervensystems und Immunsystems dahinterstehen. Demnach aktivieren Neuronen in der Haut bestimmte Immunzellen, sogenannte Eosinophile, die Entzündungsbotenstoffe freisetzen. Unterdrückten die Forschenden diesen Signalweg bei Mäusen, verringerte sich der Einfluss von Stress auf die Hautgesundheit.
Autor
Elena Bernard
19. März 2026
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Gesundheit & Medizin

Rund jeder zehnte Mensch in Deutschland leidet phasenweise an Neurodermitis, auch bekannt als atopische Dermatitis. Bei einem Schub bilden sich auf der Haut juckende Ekzeme, die die Lebensqualität stark einschränken können. „Ein allgemein anerkannter verschlimmernder Faktor bei atopischer Dermatitis ist psychischer Stress, der durch komplexe Wechselwirkungen zwischen dem Nervensystem, dem endokrinen System und dem Immunsystem Entzündungen verstärken kann“, erklärt ein Team um Jiahe Tian von der Fudan Universität in Shanghai. Welche Mechanismen allerdings dazu führen, dass Stress diesen Effekt auf die Haut hat, ist noch unklar.

Stress als Trigger

Tian und seine Kollegen haben nun die zugrundeliegenden Signalwege nachvollzogen. Dazu werteten sie zunächst Daten von 51 Personen mit atopischer Dermatitis aus, die jeweils ihre Symptome und Stresslevel protokolliert sowie Haut- und Blutproben abgegeben hatten. Dabei zeigte sich: Während die meisten Immunzellen unbeeinflusst vom Stressnieau blieben, reicherte sich eine bestimmte Gruppe von Immunzellen, die sogenannten Eosinophilen, bei gestressten Patienten in der Haut an. Diese Variante der weißen Blutkörperchen ist dafür bekannt, dass sie Entzündungsbotenstoffe freisetzen und damit Entzündungen verschlimmern können. „Auf Basis dieser Ergebnisse kamen wir zu dem Schluss, dass ein spezifischer Zusammenhang zwischen der stressbedingten Anreicherung von Eosinophilien und dem Schweregrad der Hautentzündung besteht“, berichten die Forschenden.

In Experimenten mit Mäusen verfolgten Tian und sein Team diese Spur weiter. Dazu lösten sie bei Mäusen zunächst chemisch Hautentzündungen aus, die Ekzemen bei Menschen ähneln. Anschließend setzten sie die Tiere auf verschiedene Weise unter Stress, etwa indem sie sie ungesichert auf eine hohe Plattform setzten oder sie in einem engen Plastikrohr fixierten. Anschließend analysierten sie, welchen Einfluss das auf die entzündete Haut hatte, wie sich der Eosinophilen-Spiegel veränderte und welche Nervenbahnen dabei aktiv waren.

Vernetzung von Nervenzellen und Immunsystem

Das Ergebnis: Vor allem bei den Mäusen, die durch das Sitzen in großer Höhe gestresst wurden, kam es zu einer massiven Ausschüttung von Stresshormonen und in der Folge zu einer Anreicherung von Eosinophilen in der Haut – verbunden mit einer verstärkten Entzündungsreaktion. Analysen der beteiligten Zellen ergaben, dass eine Untergruppe von Nervenzellen in der Haut, sogenannte Prodynorphin-positive (Pdyn)+ noradrenerge sympathische Neuronen, Stresssignale vom Gehirn in die Haut weiterleiteten und Eosinophile aktivierten. Legten die Forschenden die Pdyn+-Nervenzellen lahm oder entfernten die Eosinophilen, führte Stress bei den Mäusen nicht mehr zu einer Verschlimmerung der Entzündung. „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass stressinduzierte Eosinophilie ein potenzieller Biomarker für den Schweregrad der atopischen Dermatitis sein könnten“, erklären die Forschenden.

Womöglich könnten die Erkenntnisse auch neue therapeutische Wege eröffnen. Bereits früher wurden Neurodermitis-Therapien ausgetestet, die auf die Eosinophilen abzielen, allerdings mit begrenztem Erfolg. Angesichts der neuen Ergebnisse wäre es jedoch denkbar, das bestimmte Patientengruppen, die besonders unter Stress leiden, mehr von einer solchen Behandlung profitieren können. Auch nicht-medikamentöse Ansätze wären denkbar: „Die Integration von Interventionen zur psychischen Gesundheit wie Stressreduktion, kognitive Verhaltenstherapie oder Achtsamkeit in die dermatologische Versorgung könnte die Behandlungsergebnisse bei atopischer Dermatitis und anderen stressempfindlichen Hauterkrankungen verbessern“, schreiben Nicolas Gaudenzio und Lillan Basso von der Universität Toulouse in Frankreich, die nicht an der Studie beteiligt waren, in einem begleitenden Kommentar.

Quelle: Jiahe Tian (Fudan University, Shanghai, China) et al., Science, doi: 10.1126/science.adv5974

Ekzem
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie Bild der Wissenschaft in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Gesundheit & Medizin

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Gesundheit & Medizin.

Alle Gesundheit & Medizin-Artikel
Schon wenige Minuten intensives Training nützen der Gesundheit
Gesundheit & Medizin

Schon wenige Minuten intensives Training nützen der Gesundheit

14. August 2026

Kurzes, intensives Training kann im Körper sogar mehr bewirken als 90 Minuten moderate Bewegung, zeigt eine Studie.

Interview: Wie wirkt die Sommerhitze auf unser Gehirn?
Gesundheit & Medizin

Interview: Wie wirkt die Sommerhitze auf unser Gehirn?

13. August 2026

Denkorgan im Hitzestress: Wenn das Thermometer über 30 Grad steigt, ist dies eine enorme Belastung für unser Gehirn. Welche Folgen dies hat, erklärt ein…

Affen-Studie: Lässt sich HIV bei Neugeborenen heilen?
Gesundheit & Medizin

Affen-Studie: Lässt sich HIV bei Neugeborenen heilen?

12. August 2026

An Makaken-Babys haben Forschende eine Dreifachtherapie gegen HIV getestet – und die infizierten Jungtiere damit geheilt. Studien an Menschen sollen folgen.

Verschiedene Vorlieben: Wen Mücken bevorzugt stechen
Gesundheit & Medizin

Verschiedene Vorlieben: Wen Mücken bevorzugt stechen

11. August 2026

Manche Menschen haben den Eindruck, regelrechte Mücken-Magneten zu sein. Doch nicht alle Arten fliegen auf die gleichen Gerüche, zeigt eine Studie.

← Zurück zu Gesundheit & MedizinZur Startseite