Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Shop
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-201
RedaktionE-Mail: wissenschaft@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-392
Folgen Sie uns
Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Gesundheit & Medizin/Artikel
Wie PFAS-Chemikalien unser Immunsystem schwächen
Gesundheit & Medizin

Wie PFAS-Chemikalien unser Immunsystem schwächen

PFAS-Chemikalien unterdrücken unser Immunsystem und erleichtern dadurch Viren die Vermehrung. · Foto: © KI-generiert (ChatGPT)

Gefährliche Ewigkeitschemikalien: Per- und Polyfluoralkylverbindungen (PFAS) reichern sich in der Umwelt und in unserem Körper an und schaden unserer Gesundheit. Eine Studie zeigt nun, wie die hartnäckigen Substanzen unser Immunsystem beeinflussen. Demnach stören sie die Produktion wichtiger Botenstoffe und schwächen damit unsere Abwehr gegen Viren.
Autor
Nadja Podbregar
23. September 2026
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit & Medizin

Wären sie nicht so schädlich, wären PFAS wahre Wundersubstanzen: Sie lassen Wasser, Fett und Schmutz einfach abperlen, sind feuerfest und nahezu unzerstörbar. Nicht umsonst kommen sie in zahlreichen Alltagsprodukten vor, von beschichtetem Kochgeschirr und Lebensmittelverpackungen über Kosmetika bis hin zu Outdoorkleidung. Durch ihre weite Verbreitung gelangen sie auch in die Umwelt. Da sie sich kaum entfernen oder zerstören lassen, reichern sie sich im Trinkwasser und der Nahrungskette an. Viele der Substanzen gelten als krebserregend oder giftig. Zudem haben bereits mehrere Studien darauf hingedeutet, dass PFAS das Immunsystem beeinträchtigen.

Gestörte Signalübertragung

Aber wie genau beeinflussen die PFAS-Schadstoffe unsere Abwehrkräfte? Dieser Frage ist ein Team um Qiuju Liang von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking nachgegangen. Dazu verabreichten die Forschenden zunächst Mäusen über mehrere Wochen hinweg täglich die weit verbreitete Chemikalie Perfluoroctansulfonat (PFOS). Anschließend analysierten sie, wie sich das Transkriptom und Proteom der Tiere dadurch veränderten, also die abgelesenen Gene und produzierten Proteine.

„Die PFOS-Exposition führte zu einer Störung der Immunabwehrmechanismen, was sowohl auf Transkriptom- als auch auf Proteomebene erkennbar war“, berichten die Forschenden. Fast 600 Proteine wurden in veränderter Menge produziert, darunter zahlreiche, die an der Bekämpfung von Viren beteiligt sind. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die durch PFOS verursachte Beeinträchtigung der antiviralen Abwehr nicht auf einen anhaltenden Verlust an Immunzellen zurückzuführen ist, sondern vielmehr auf einen Funktionsdefekt in der antiviralen Signalübertragung“, erklären Liang und ihre Kollegen.

PFAS unterdrücken Immunbotenstoffe

In weiteren Versuchen stellte das Forschungsteam fest, dass die schädliche Wirkung von PFOS auf die Abwehrkräfte vor allem darauf beruht, dass diese Chemikalie an den Interferon-Regulationsfaktor-3 bindet, der normalerweise die angeborene Immunantwort steuert. Doch durch PFOS verändert er seine Form und gelangt nicht mehr in den Zellkern. Das wiederum verhindert die Produktion wichtiger Immunbotenstoffe wie Interferon-alpha und -beta. Diese bilden normalerweise die erste Verteidigungslinie gegen Viren. Fehlen sie, können sich die Viren rasch vermehren.

Auch bei menschlichen Patienten mit Virusinfektionen stellten die Forschenden fest, dass diejenigen, bei denen besonders viel PFOS im Blutserum nachweisbar war, einen verringerten Interferon-beta-Spiegel aufwiesen, verbunden mit einer höheren Viruslast. Bevölkerungsweite Assoziationsstudien zeigen zudem, dass eine erhöhte PFOS-Belastung mit einer verringerten Antikörperantwort auf Impfungen verbunden ist – ein weiterer Hinweis darauf, dass die Ewigkeitschemikalien die Immunreaktion schwächen.

„Zusammengenommen identifizieren diese Befunde einen Mechanismus, der die umweltbedingte PFOS-Exposition mit einer beeinträchtigten antiviralen Abwehr in Verbindung bringt“, schreiben die Forschenden. „Diese Arbeit verdeutlicht die Bedeutung der PFOS-Immunotoxizität für die öffentliche Gesundheit und unterstreicht die dringende Notwendigkeit, die PFAS-Belastung einzudämmen.“

Quelle: Qiuju Liang (Chinesische Akademie der Wissenschaften, Peking, China) et al., Proceedings of the National Academy of Sciences, doi: 10.1073/pnas.2536274123

ImmunsystemInterferonPfasPFOSSchadstoffeViren
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie Bild der Wissenschaft in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Gesundheit & Medizin

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Gesundheit & Medizin.

Alle Gesundheit & Medizin-Artikel
Unser Gehirn ist eigentlich zwei Organe
Gesundheit & Medizin

Unser Gehirn ist eigentlich zwei Organe

22. September 2026

Unser Gehirn besteht aus zwei unterschiedlichen Organen, zeigt eine Studie. Demnach entwickelt sich das Hinterhirn getrennt von Vorder- und Mittelhirn.

Zwischen Schutz und Selbstzerstörung
BDW PlusGesundheit & Medizin

Zwischen Schutz und Selbstzerstörung

18. September 2026

Warum Immunzellen manchmal außer Kontrolle geraten – und unseren eigenen Körper attackieren.

Neuer Bluttest erkennt Pankreaskrebs im Frühstadium
Gesundheit & Medizin

Neuer Bluttest erkennt Pankreaskrebs im Frühstadium

18. September 2026

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist besonders tödlich, da er meist zu spät entdeckt wird. Ein neuer Bluttest könnte eine Früherkennung ermöglichen.

Anti-Aging: Welche Ernährung hält jung?
Gesundheit & Medizin

Anti-Aging: Welche Ernährung hält jung?

18. September 2026

Die eine „richtige“ Anti-Aging-Diät gibt es nicht, zeigt eine Studie. Verschiedene als gesund geltende Ernährungsstile verlangsamen das biologische Altern.

← Zurück zu Gesundheit & MedizinZur Startseite