Mit dieser Frage haben sich wiederholt Forscher beschäftigt. So infizierte die britische Common Cold Research Unit bereits 1946 Freiwillige mit Erkältungsviren und ließ dann eine Gruppe von ihnen mehrfach nach einem heißen Bad eine halbe Stunde in einem zugigen Durchgang ausharren. Andere mussten stundenlang nasse Socken tragen. Doch einen schlüssigen Beweis, dass Kälte, Nässe, Zugluft oder ähnliches die Erkältungsrate erhöht, fanden die Forscher nicht. So gab man sich notgedrungen mit der Erkenntnis zufrieden, dass wohl eher die Lebensumstände im Winter – häufiges Zusammensein mit anderen Menschen in geschlossenen, wenig belüfteten Räumen – an der Erkrankungshäufigkeit schuld seien. Zumal Versuche mit isolierten Rhinoviren zeigten, dass sie sich in kalter Umgebung keinesfalls stärker vermehren als in warmer.





