Es wird deutlich, wie sich der Kirchenraum vom Bildersaal zum theatrum sacrum wandelte, in dem der Altarraum die Bühne bildet. Im barocken Palast finden dagegen die antiken Helden ihre schwindelnde Apotheose. Im Wettbewerb der Künstler suchen Luca Giordano, Guido Reni oder Giambattista Tiepolo sich in immer neuen Raum- und Bildideen zu übertreffen. Zur Perfektion wird in der barocken Gestaltung die Scheinarchitektur getrieben, bis sich die Ernüchterung des Klassizismus durchzusetzen beginnt.
Auch die Kenner werden in diesem Band Überraschendes entdecken. So tritt neben den Kunstzentren Rom, Venedig und Florenz auch die Bedeutung Neapels, Turins oder Genuas deutlich hervor.
Rezension: Talkenberger, Heike




