Von TIM SCHRÖDER
Wer die Wanderung von Meerestieren erforschen will, hat ein Problem: Man sieht sie nicht. Bei Landtieren ist das anders. Wenn Gnus oder Bisons einmal im Jahr in langen Trecks durch die Steppe ziehen, ist das ein riesiges Spektakel. Selbst über leise Wanderer wie den Wolf, der sich im Verborgenen bewegt, findet man eine Menge heraus. Spuren und Kot verraten, wo er war, und mit Wildkameras kann man ihn heimlich beobachten. Meerestiere aber bleiben in der Regel unter Wasser. Fußspuren und andere Hinterlassenschaften gibt es nicht. Allenfalls schauen gelegentlich ein Kopf, ein Rücken oder eine Flosse hervor. So verwundert es kaum, dass viele Tierwanderungen bis heute rätselhaft sind.





