Die Bäume in den reichen Industrienationen und auf Teilen des asiatischen Festlandes wachsen langsam wieder nach. Das hat die Studie eines internationalen Forscherteams um den finnischen Umweltwissenschaftler Pekka E. Kauppi von der Universität Helsinki ergeben.
Die Forscher hatten Daten aus den letzten 200 Jahren analysiert. Sie bezogen dabei nicht nur die Waldflächen in ihre Berechnungen ein, sondern auch die Baumdichte und die daraus resultierende Kohlendioxid-Speicherkapazität der Wälder. Demnach hat der Bestand in knapp der Hälfte der 50 waldreichsten Länder der Erde – darunter Frankreich, Spanien, Österreich, Finnland, Indien, China und die USA – in den vergangenen 15 Jahren um bis zu zwei Prozent zugenommen. Für Deutschland konnte Kauppi keine Werte ermitteln, da sich die Grenzen des Landes in den letzten 200 Jahren immer wieder stark verändert haben. Für die jüngste positive Entwicklung in den reichen Nationen macht die Untersuchung vor allem verstärktes Papierrecycling, zunehmende elektronische Kommunikation und intensivere Bewirtschaftung kommerzieller Waldflächen verantwortlich. Grund zur Besorgnis geben allerdings nach wie vor die Wälder in Brasilien, Indonesien und den tropischen Regionen Afrikas. „ihre Zukunft ist mehr als unklar”, meint Kauppi. „Denn hier werden weiterhin in sehr großem Tempo gewaltige Landstriche gerodet.”





