Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Shop
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-201
RedaktionE-Mail: wissenschaft@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-392
Folgen Sie uns
Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Astronomie & Physik/Artikel
W-Boson: Doch kein Widerspruch zum Standardmodell
Astronomie & Physik

W-Boson: Doch kein Widerspruch zum Standardmodell

Der CMS-Detektor am Teilchenbeschleuniger LHC hat eine der bisher genauesten Messungen der W-Boson-Masse ermöglicht. · Foto: CERN/ Maximilien Brice

Die Vermittlerteilchen für die vier Grundkräfte bilden die Basis unseres physikalischen Standardmodells. Doch eines davon – das W-Boson der schwachen Kernkraft – schien laut einer Messung von 2022 massereicher als es sein dürfte. Jetzt haben Physiker die Masse dieses Bosons mithilfe vor gut 100 Millionen Protonenkollisionen im Teilchenbeschleuniger LHC erneut bestimmt. Das Ergebnis ist ebenso präzise wie die in den USA gemachte Messung von 2022 – liefert aber eine andere Masse für das W-Boson. Demnach passt dieses Teilchen mit 80.360,2 ± 9,9 Megaelektronenvolt (MeV) doch zu den Vorhersagen des Standardmodells, wie das Team berichtet.
Autor
Nadja Podbregar
08. April 2026
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Astronomie & Physik

Die schwache Kernkraft ist eine der vier Grundkräfte. Sie wirkt immer dann, wenn Atome zerfallen oder miteinander verschmelzen – beispielsweise beim radioaktiven Betazerfall oder der Fusion von Wasserstoffkernen in der Sonne. Vermittelt wird die schwache Wechselwirkung über zwei Trägerteilchen – das W- und das Z-Boson. Das erst 1983 nachgewiesene W-Boson ist auch einer der Grundpfeiler für das Standardmodell der Teilchenphysik. Denn seine Masse und Wechselwirkung sind auch mit der elektromagnetischen Grundkraft und mit den Massen des Higgs-Bosons und des Top-Quarks verknüpft. Entsprechend wichtig ist es, die Masse des W-Bosons möglichst genau zu kennen. Frühere Messungen hatten dafür Werte ergeben, die zu den Vorhersagen des Standardmodells zu passen schienen.

Wie schwer ist das W-Boson?

Im Jahr 2022 jedoch änderte sich dies: Physiker der CDF-Kollaboration in den USA ermittelten die Masse des W-Bosons mithilfe von Daten des Tevatron-Teilchenbeschleunigers so präzise wie nie zuvor – aber kamen auf überraschend hohe Werte. Mit einer Masse von 80.433,5 Megaelektronenvolt ± 9,4 war das W-Boson deutlich schwerer als es der Theorie nach sein dürfte. „Die starke Diskrepanz zwischen diesem Ergebnis und dem Standardmodell sowie früheren Messungen repräsentiert ein Rätsel der Teilchenphysik“, erklären die Physiker der CMS-Kollaboration am Forschungszentrum CERN bei Genf. „Wenn man die CDF-Messergebnisse als korrekt ansieht, muss man davon ausgehen, dass es eine Physik jenseits des Standardmodells gibt“, ergänzt Co-Autor Christoph Paus vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). Ob das wirklich so ist, haben die Physiker jetzt anhand von Daten des Large Hadron Collider (LHC) am CERN überprüft – desm größten Teilchenbeschleuniger der Welt.

Die Physiker der CMS-Kollaboration haben für ihre Analyse die Daten von mehr als einer Milliarde Protonenkollisionen im LHC nach Ereignissen untersucht, bei denen ein W-Boson entstand und anschließend in ein Neutrino und ein Myon zerfiel. „Das W-Boson existiert nur für einen winzigen Augenblick – nur rund 10-24 Sekunden, bevor es in die beiden Teilchen zerfällt“, erklärt Co-Autor Kenneth Long vom MIT. Während das Neutrino mit den Detektoren nicht messbar ist, reagiert das Myon auf die Magnetfelder im CMS-Experiment des LHC und lässt sich einfangen. In den Daten identifizierte das Team rund 117 Millionen Protonenkollisionen, bei denen ein solches Myon entstand und gemessen wurde. Aus dem Impuls und der Masse des Myons lässt sich die Masse des W-Bosons ermitteln. Um mögliche Störeffekte auszuschließen, nutzten die Physiker zusätzlich Simulationen, mit denen sie alle potenziellen Einflüsse rekonstruierten und mit den Daten abglichen.

Standardmodell bestätigt, 2022er Messung nicht

Die Analysen ergaben eine Masse für das W-Boson, die bei 80.360,2 ± 9,9 Megaelektronenvolt (MeV) liegt. „Dieses Resultat stimmt mit den Vorhersagen des Standardmodells überein“, konstatieren die Physiker der CMS-Kollaboration. Noch wichtiger jedoch: Die Präzision der neuen Messung ist genauso hoch wie die der CDF-Messung aus dem Jahr 2022 am Tevatron – ergibt aber eine deutlich geringere Masse für das W-Boson als jene. Das stärkt die Annahme, dass die zu hohe Masse des W- Bosons ein möglicherweise messbedingter Ausreißer ist, wie die Physiker erklären: „Die Kombination unseres sehr präzisen Resultats mit denen früherer Experimente, die ebenfalls den Vorhersagen des Standardmodells entsprechen, bestätigt dieses“, sagt Long. „Unsere neue Messung bestärkt uns darin, dass wir dem Standardmodell vertrauen können – das ist ehrlich gesagt eine große Erleichterung.“

Nach Ansicht der Physiker validiert ihre Messung gängige Annahmen zum W-Boson und der schwachen Kernkraft. Das sei eine wichtige Bestätigung physikalischer Theorien. Dennoch halten Long und seine Kollegen es für wichtig, weiter zu forschen und zu messen. „Wir sind damit noch nicht durch. Wir wollen weitere Daten hinzunehmen und unsere Analysentechniken weiter verfeinern“, sagt Paus. „Dann können wir sicherer sagen, ob wir diesen fundamentalen Baustein unseres physikalischen Weltbilds wirklich verstanden haben.“

Quelle: The CMS Collaboration, Nature, doi: 10.1038/s41586-026-10168-5

Grundkraft
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie Bild der Wissenschaft in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Astronomie & Physik

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Astronomie & Physik.

Alle Astronomie & Physik-Artikel
Physiker finden mysteriöse „Glueballs“
Astronomie & Physik

Physiker finden mysteriöse „Glueballs“

14. August 2026

Physiker könnten die seit 50 Jahren vorhergesagten Glueballs nachgewiesen haben – Gebilde aus Gluonen, den Trägerteilchen der starken Kernkraft.

Nie zuvor gesehene Struktur in einem Kristall entdeckt
Astronomie & Physik

Nie zuvor gesehene Struktur in einem Kristall entdeckt

13. August 2026

Physiker haben ein völlig neues Phänomen in einem ferroelektrischen Kristall entdeckt. Die Ladungen in ihm bildeten bei Abkühlung spontan ein Webmuster.

Astronomen finden ersten „Black Hole Star“
Astronomie & Physik

Astronomen finden ersten „Black Hole Star“

13. August 2026

Astronomen haben im frühen Kosmos einen Zwitter aus Schwarzem Loch und Stern entdeckt: Er hat eine sternähnliche Hülle, aber ein Schwarzes Loch im Zentrum.

Himmelsschauspiel: Alles Wissenswerte zur Sonnenfinsternis
Astronomie & Physik

Himmelsschauspiel: Alles Wissenswerte zur Sonnenfinsternis

12. August 2026

Heute Abend können wir eine fast totale Sonnenfinsternis erleben. Wir geben Tipps zum Viewing und erklären die Hintergründe.

← Zurück zu Astronomie & PhysikZur Startseite