1792–1797 Erster Koalitionskrieg Erster Koalitionskrieg gegen das revolutionäre Frankreich. Die europäischen Mächte rechnen mit einem schnellen Feldzug, an dessen Ende die Wiedereinsetzung Ludwigs XVI. in seine alten Rechte stehen soll. Bei der Kanonade von Valmy am 20. September 1792 zeigt sich jedoch, dass die Revolutionstruppen keineswegs panikartig die Flucht ergreifen. Johann Wolfgang von Goethe, der als Kriegskommissar des Herzogs von Weimar an dem Feldzug teilnimmt, kommentiert das Geschehen: „Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabeigewesen.“ Mit dem Frieden von Basel schert Preußen 1795 aus der antifranzösischen Koalition aus. Beendet wird der Krieg durch den Frieden von Campo Formio zwischen Frankreich und Österreich am 17. Oktober 1797, der den Habsburgern unter anderem den Verlust der österreichischen Niederlande (= Belgien, Luxemburg) bringt. In einem geheimen Zusatzprotokoll anerkennt Österreich den Rhein als Grenze zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich.
1798–1802 Zweiter Koalitionskrieg Durch den frühen Rückzug Russlands aus der Koalition muss Österreich die Last der Kämpfe in Europa wieder weitgehend allein tragen. In Frankreich rückt Napoleon 1799 als Erster Konsul an die Spitze des Staates. In den Schlachten von Marengo und Hohenlinden besiegt er die Österreicher. Der Kaiser muss offiziell im Namen des Heiligen Römischen Reichs den Rhein als Grenze anerkennen. 1804 krönt sich Napoleon selbst zum Kaiser der Franzosen.
1805 Dritter Koalitionskrieg Der Dritten Koalition gegen Napoleon gehören Österreich, Russland, Großbritannien und Schweden an. In der „Drei-Kaiser-Schlacht“ von Austerlitz erringt Napoleon am 2. Dezember 1805 den entscheidenden Sieg. Die süddeutschen Staaten schließen sich in dem von Napoleon initiierten Rheinbund zusammen. Bayern und Württemberg werden erbliche Königreiche. Unter dem Druck des französischen Kaisers legt Franz II. am 6. August 1806 die Krone des Heiligen Römischen Reichs nieder und nennt sich fortan nur noch Franz I. von Österreich. Im Frieden von Pressburg (26. Dezember 1805) gewinnt Österreich die ehemaligen geistlichen Herrschaften Salzburg und Berchtesgaden, muss aber größere Gebiete abtreten. Dazu gehören Territorien in Oberitalien, vor allem aber Teile der habsburgischen Erblande: Tirol und Vorarlberg fallen an Bayern, die Vorlande (die österreichischen Herrschaften im heutigen Südwestdeutschland) werden zwischen Württemberg und Baden aufgeteilt.
1806/07 Vierter Koalitionskrieg Preußen gibt seine Neutralität auf und wendet sich allein gegen Napoleon. In der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 werden die preußischen Truppen vernichtend geschlagen. Die Unterstützung Russlands kommt zu spät. Im Frieden von Tilsit verliert Preußen rund die Hälfte seines Staatsgebiets.




