Während Casanova von der Bibliothek in Einsiedeln und dem Klosterleben ebenso schwärmte wie von intimen Momenten mit schönen Frauen, Felix Mendelssohn Bartholdy und Richard Wagner die Schweizer Bergwelt erwanderten, Arthur Conan Doyle sich mit mäßigem Erfolg als Skifahrer versuchte und Winston Churchill beinahe bei einer Bootstour auf dem Genfer See ertrunken wäre, plante Heinrich von Kleist, der voller Abscheu aus dem Moloch Paris geflohen war und, von Rousseau inspiriert, ein einfaches Leben ersehnte, in der Schweiz einfacher Bauer zu werden. Ein unsichtbares Netz aus Bezügen, Eindrücken und Erlebnissen zieht sich so über die Landschaften und Städte der Schweiz, in der sich „imaginäre Begegnungen“ der Reisenden vorstellen lassen, wie Piatti in der Einleitung ausführt. Ein sehr reizvolles Buch für alle Schweiz-Liebhaber.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




