Biochemischer Wirkmechanismus in der Epidermis
Unter der Bezeichnung Vitamin E fassen Biochemiker acht natürliche Isomere zusammen: vier Tocopherole, nämlich -, -, - und -Tocopherol, sowie vier Tocotrienole. Die im menschlichen Gewebe und in kosmetischen Zubereitungen biologisch besonders relevante Form ist -Tocopherol. Seine zentrale Funktion besteht darin, Lipidperoxidation zu hemmen.
Wenn ultraviolette Strahlung, Feinstaub oder Ozon auf die Haut treffen, entstehen reaktive Sauerstoffspezies (ROS). Diese freien Radikale können ungesättigte Fettsäuren der Zellmembranen sowie die interzelluläre Lipidmatrix der Hornschicht angreifen. -Tocopherol kann diese Radikale abfangen, indem es ein Wasserstoffatom abgibt. Dadurch wird die oxidative Kettenreaktion unterbrochen, bevor bleibende Struktur- und potenzielle DNA-Schäden entstehen.
Die wichtigsten dermatologischen Effekte von Tocopherol

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Synergien und Formulierungsaspekte in der Hautpflege
Vitamin E entfaltet seine antioxidative Wirkung besonders im Zusammenspiel mit anderen Mikronährstoffen. Bei der Neutralisierung eines freien Radikals wird das Tocopherol-Molekül selbst oxidiert und verliert vorübergehend seine Schutzfunktion. Hier kann L-Ascorbinsäure, also Vitamin C, eine Rolle spielen: Das wasserlösliche Vitamin C kann verbrauchtes, fettlösliches Vitamin E an der Grenzfläche zwischen wässriger Zellphase und lipidreicher Membran regenerieren. So entsteht ein funktionelles antioxidatives Zusammenspiel.





